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Masterstudiengang
"Öffentliche Wirtschaft"
Zielsetzung
Langfristig
befähigt der Masterstudiengang Öffentliche Wirtschaft die Studierenden,
Führungspositionen in der öffentlichen Wirtschaft oder in mit der
Aufsicht oder Regulierung öffentlichen Wirtschaftens betrauten Stellen
sowie in den diesbezüglichen Beratungsunternehmen zu übernehmen. Die
Absolventinnen und Absolventen qualifizieren sich insbesondere für
folgende Berufsfelder:
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Öffentliche
Unternehmen |
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Unternehmen,
die in der Daseinsvorsorge tätig sind |
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Ministerien,
Behörden auf allen staatlichen oder kommunalen Ebenen, Regulierungs-
und Wettbewerbsbehörden |
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Beratungsunternehmen, Wirtschaftskanzleien oder Einrichtungen der
Wirtschaftsförderung |
Absolventinnen und
Absolventen sind nach Abschluss des Studiums in der Lage, an der
Gestaltung öffentlicher Wirtschaftstätigkeit teilzunehmen und
diesbezüglich Optionen zu analysieren. Für die Definition der
Qualifikationsziele wurden im Rahmen eines Workshops Vertreter der
Berufspraxis einbezogen.
So vielfältig wie
die wirtschaftliche Tätigkeit des Staates so vielfältig sind auch die
Sachbereiche, denen sich der Masterstudiengang Öffentliche Wirtschaft
thematisch zuwendet und somit vielfältige Beschäftigungsbefähigung
schafft. Sie reichen von der klassischen wirtschaftlichen Betätigung der
öffentlichen Hand über die wirtschaftliche Betätigung durch öffentliche
Unternehmen bis zur wirtschaftlichen Betätigung in der Daseinsvorsorge
und zur Wirtschaftsförderung.
Klassische
wirtschaftliche Betätigung der öffentlichen Hand
Die Rolle des
Staates als Nachfrager auf dem Markt ist von traditionell großer
volkswirtschaftlicher Bedeutung. Die Beschaffung von Diensten und Gütern
erfordert die Beachtung vergaberechtlicher Vorgaben. Die Absolventinnen
und Absolventen verfügen daher über entsprechende rechtliche und
verwaltungswissenschaftliche Kenntnisse und Fertigkeiten. Eine nicht
minder bedeutsame Erscheinungsform öffentlicher wirtschaftlicher
Betätigung ist die öffentliche Haushaltwirtschaft. Die staatliche
Fiskal- und Haushaltspolitik ist als allgemeiner Rahmen für staatliches
wie privates Wirtschaften relevant und daher Gegenstand eines eigenen
Moduls.
Wirtschaftliche
Betätigung durch öffentliche Unternehmen
Die eigentliche
wirtschaftliche Betätigung der öffentlichen Hand erfolgt entweder als
erwerbswirtschaftliche Betätigung oder aber im Bereich der
Daseinsvorsorge, etwa in Gestalt kommunaler Unternehmen im
Energiebereich. Diese öffentliche wirtschaftliche Betätigung vollzieht
sich durch und in öffentlichen Unternehmen, vor allem auf kommunaler
Ebene. Die Absolventinnen und Absolventen der Masterstudiengangs
Öffentliche Wirtschaft eigenen sich für dieses Berufsfeld durch die
Kenntnisse des rechtlichen Rahmens öffentlicher, insbesondere kommunaler
Wirtschaftstätigkeit (verfassungsrechtliche Grundlagen der öffentlichen
Wirtschaft und Aufgabenkritik; kommunales Wirtschaftsrecht und Recht der
interkommunalen Zusammenarbeit; einschlägiges Privatwirtschaftsrecht;
sektorenspezifische Regulierung), ferner verfügen sie über ein
Bewusstsein für die Spezifika öffentlichen Wirtschaftens und die
insoweit nötigen wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Befähigungen
(etwa die Fähigkeit zum Umgang mit den (kommunal)politischen
Inhabern/Eigentümern, Anforderungen der öffentlichen
Betriebswirtschaft). Daneben sind Fähigkeiten im Bereich Personal und
Organisationsentwicklung nötig. Hinzu kommen Kompetenzen im Bereich
Ausgestaltung und Durchführung öffentlicher und privater Partnerschaften
im Hinblick auf Projekteignung, -steuerung und -controlling, auch im
Hinblick auf Finanzierungs- und Leistungsbeziehungen in öffentlichen
Konzernen. Letzteres erfordert auch Kenntnisse des Vergabe- und
Wettbewerbsrechts.
Die
unterschiedlichen Tätigkeitsbereiche öffentlicher Unternehmen bedingen
unterschiedliche sektorspezifischen Kenntnisse und Kompetenzen, über die
die Absolventinnen und Absolventen verfügen. Kommunale Energieversorger,
der öffentliche Nahverkehr und Telekommunikationsanbieter als wichtige
Akteure werden in einem unterschiedlichen Handlungsumfeld tätig, das
jeweils ein spezifisches Handlungswissen erfordert. Alle diese Branchen
bewegen sich in einem Regulierungsumfeld, auf das die betroffenen
Unternehmen mit einem Regulierungsmanagement reagieren („Corporate
Governance“), das in Ablauf und Aufbau der Unternehmen einzufügen ist.
Tätigkeiten in diesen Branchen setzten daher vertiefte Kenntnisse
relevanter rechtlicher und ökonomischer Grundlagen voraus.
Wirtschaftliche
Betätigung in der Daseinsvorsorge
Das Berufsfeld
Öffentliche Wirtschaft umfasst auch die Regulierung von Märkten, die
infolge der Entlassung von Daseinsvorsorgeleistungen aus dem
unmittelbaren Bereich eigener wirtschaftlicher Betätigung der
öffentlichen Hand entstanden sind, wobei dem Staat noch eine
Gewährleistungsverantwortung bleibt. Daher erstreckt sich die
öffentliche Wirtschaft im weiteren Sinne auch auf die Tätigkeiten in
diesbezüglichen staatlichen Aufsichtsbehörden, insbesondere Kartell- und
Regulierungsbehörden. Relevant sind daher Kenntnisse des tradierten
Wirtschaftsverwaltungsrechts als auch des Regulierungsrechts wie auch
die einschlägigen ökonomischen und verwaltungswissenschaftlichen
Analyseinstrumente und Kompetenzen im Hinblick auf Netzwirtschaften.
Öffentliche
wirtschaftliche Betätigung und Wirtschaftsförderung
Zu den
angestammten Handlungsfeldern öffentlicher Wirtschaft gehört
schlussendlich auch die Wirtschaftsförderung. Dieses breit gefächerte
Berufsfeld erschließt sich als potentieller Arbeitgeber neben
Beratungsfirmen insbesondere kommunale Spitzenverbände oder Verbände
öffentlicher Unternehmen und öffentlicher Banken. Für diese Berufsfelder
wird Expertise im Hinblick auf die rechtliche und ökonomische Analyse
der Wirtschafts-/Investitionsförderung benötigt, was Kenntnisse des
Beihilfen- und Vergaberechts, der Finanzierungsinstrumente für
öffentliche Projekte und der zugrundeliegenden Ökonomie erfordert.

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Stand:
13.03.2012 |
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