
v.l.: Prof. Dr.Heinz Schäffer; Prof.
Dr. Michael Holoubek;
Prof. Dr. DDr. h.c.Ludwig Adamovich, Prof. Dr. Dr. Detlef Merten
Die Verfassungsgerichtsbarkeit in Deutschland und
Österreich war das Thema einer Tagung des Forschungsinstituts für
öffentliche Verwaltung Speyer, die Anfang der Woche unter der
wissenschaftlichen Leitung von Univ.-Prof. Dr. Dr. Detlef Merten in der
Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften stattgefunden hat. Zu
Ehren der ehemaligen Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts,
Univ.-Prof. Dr.Dr. h.c. Jutta Limbach, und des Präsidenten des
österreichischen Verfassungsgerichts- hofs, Univ.-Prof. Dr. DDr. h.c.
Ludwig Adamovich, kamen angesehene Staatsrechtslehrer aus Deutschland,
Österreich und der Schweiz, Gerichts- präsidenten, darunter
Bundesverfassungsgerichtspräsident Univ.-Prof. Dr. Papier und die
Präsidentin des Bundesfinanzhofs, Dr. Ebling, Staatsminister Mertin sowie
Bundesverfassungsrichter nach Speyer, um die aktuellen Probleme und
Zukunftsperspektiven der Verfassungsgerichte beider Staaten zu
diskutieren.
Die Referate widmeten sich unterschiedlichsten
Fragestellungen aus Theorie und Praxis der Verfassungsgerichtsbarkeit.
Univ.-Prof. Holoubek aus Wien verdeutlichte in seinem Vortrag die
Wechselwirkungen zwischen öster- reichischer und deutscher Rechtsprechung,
während der ehemalige Bundes- verfassungsrichter, Univ.-Prof. Dr. Hans H.
Klein, über die Probleme der Verfassungsrichterwahlen sprach. Ein Thema,
das sehr eindrucksvoll zeigte, wie sehr sich die
Verfassungsgerichtsbarkeit an einer Schnittstelle von Politik und Recht
befindet. Der Austausch mit Kollegen aus den Nachbar- staaten und der
Vergleich der beiden Systeme hat Anregungen für die Problemlösung in dem
eigenen Land gegeben und auch sehr deutlich der gegenseitige Einfluß
zwischen der Rechtsprechung dieser beiden europäischen Nachbarn
aufgezeigt.

v.l.: Prof. Dr. Hans-Jürgen Papier, Prof. Dr.Dr.hc.
Jutta Limbach,
Prof. Dr. Dr. Detlef Merten