Gesetzgebungslehre
11. - 13. Februar 1998
Wiss. Leitung: Univ.-Prof. Dr. Hermann Hill/ Univ.-Prof. Dr. Carl Böhret
Zwischenbilanz der Verwaltungsmodernisierung
18. - 20. März 1998
Wiss. Leitung: Univ.-Prof. Dr. Hermann Hill/ Univ.-Prof. Dr. Helmut Klages
Erfolgreiche Gestaltung von Modernisierungsprozessen
22. - 24. April 1998
Wiss. Leitung: Univ.-Prof. Dr. Hermann Hill/ Univ.-Prof. Dr. Helmut Klages
3. Speyerer Abgeordneten-Seminar
31. August - 01. September 1998
Wiss. Leitung: Univ.-Prof. Dr. Hermann Hill
Die Gesetzgebungsseminare sind ein Schritt im Bemühen der Hochschule, ihre Fortbildung am aktuellen Bedarf auszurichten: Sie sind auf Angehörige des höheren Dienstes, insbesondere auch aus den neuen Bundesländern ausgerichtet, die mehrere Jahre Verwaltungserfahrung haben und denen Aufgaben aus dem Bereich der Erstellung und Vorabkontrolle von Gesetzesentwürfen/Rechtsvorschriften übertragen worden sind bzw. werden sollen.Folgende Themen standen im Mittelpunkt des Forums Gesetzgebungslehre:
Am ersten Tag wurden Vorschläge des Sachverständigenrats "Schlanker Staat" zur Gesetzgebung und der Einfluß des sog. Neuen Steuerungsmodells auf Gesetzgebung und parlamentarische Kontrolle erörtert. Der zweite Tag begann mit einem Überblick über bisherige Erfahrungen mit Testmethoden und Gesetzesfolgenabschätzung. An- schließend fanden Übungen zu Fallstudien statt, die am letzten Tag ausgewertet wurden. Abschließend wurden Probleme der Institutionalisierung in das parlamentarische Regierungssystem diskutiert.
66. Staatswissenschaftliche
Fortbildungstagung
"Zwischenbilanz der Verwaltungsmodernisierung"
Im Anschluß an den 1. Speyerer Qualitätswettbewerb 1992 fand vom 17.-19.3.1993 die 61. Staatswissen- schaftliche Fortbildungstagung der Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer zum Thema "Qualitäts- und erfolgsorientiertes Verwaltungsmanagement" statt. Damals erschienen die Begriffe Qualität, Erfolg und Manage- ment manchen Tagungsteilnehmer noch etwas fremd. Zwischenzeitlich sind sie für viele Verwaltungen als Leitbild ihrer Modernisierungsbestrebungen im Alltag ständige Praxis geworden.
Der 2. Speyerer Qualitätswettbewerb 1994 sowie der 3. Speyerer Qualitätswettbewerb 1996 zeigten, daß Ver- waltungen aktiver und selbstbewußter geworden sind und sich dem Wettbewerb stellen. Die an der Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer durchgeführten Innovationsringe für Städte, Kreise und Bezirksregierungen sowie die Tagungen zur Reform der Landesverwaltung 1995 bis 1997 haben weitere Meilensteine der Verwal- tungsreform gesetzt. Auch der Bund ist mit dem Sachverständigenrat "Schlanker Staat", verschiedenen Pilotpro- jekten und einem Kongreß im Februar 1997 in die Verwaltungsmodernisierung eingestiegen.
Die 66. Staatswissenschaftliche Fortbildungstagung sollte nunmehr eine Zwischenbilanz der Verwaltungsreform in Kommunen, Ländern und beim Bund ziehen, den weiteren Erfahrungsaustausch anregen und fördern und damit dem Modernisierungsprozeß der öffentlichen Verwaltung fortwährende und nachhaltige Impulse verleihen.Veröffentlichung: Hill/Klages (Hrsg.), Zwischenbilanz der Verwaltungsmodernisierung, Stuttgart 1998
Nachdem inzwischen einige Jahre der Verwaltungsmodernisierung ins Land gegangen sind, kann davon ausge- gangen werden, daß grundlegende Konzepte und Modelle der Verwaltungsreform weitgehend bekannt sind und der diesbezügliche Informationsbedarf abnimmt. Demgegenüber wächst der Informationsbedarf hinsichtlich der praktischen Umsetzung von Modernisierungsansätzen. Es treten zunehmend Fragen nach Problemen bei der Rea- lisierung und nach den Möglichkeiten ihrer Lösung, sowie ganz allgemein nach Erfolgs- und Mißerfolgsfaktoren der Prozeßgestaltung auf.
Diese Fragestellungen wurden im Forum, das zum zweiten Mal stattfand, überwiegend von Praktikern aus Wirt- schaft und Verwaltung, die über langjährige Erfahrungen mit Modernisierungsprozessen verfügen, behandelt und anhand praktischer Beispiele aus dem kommunalen Bereich, aus dem Bereich der Landesverwaltung und aus dem Bereich privatwirtschaftlicher Unternehmen illustriert.
Schwerpunkte der Veranstaltung waren Merkmale der lernenden/lernfähigen Organisation, alternative Modernie- sierungseinstiege und Prozeßplanungskonzepte; Erfolgs- und Mißerfolgsfaktoren von Reformprozessen; Strategien der Mitarbeiteraktivierung und Akzeptanzgewinnung; Organisation des Modernisierungsprozesses.
Das Forum richtete sich vor allem an mittlere Führungskräfte, Organisatoren, Personalentwickler, Mitglieder von Steuerungsgremien und -gruppen sowie Modernisierungsbeauftragte.
Im August 1996 wurde das erste Speyerer Abgeordneten-Seminar veranstaltet. Dabei wünschten die Teilnehmer dringend eine Fortsetzung und weitere Vertiefung des Erfahrungsaustausches zu Verwaltungsreformprojekten, so daß im darauf folgenden Jahr das 2. Abgeordneten-Seminar stattfand.
Das dritte Speyerer Abgeordneten-Seminar widmete sich insbesondere der Rolle der Landesparlamente bei den laufenden Reformbemühungen in den Ländern.