Qualität und Innovation in der öffentlichen Verwaltung:
Zehn Verwaltungen hat der Beirat den „Speyer-Preis“ zuerkannt, mit dem die Modernisierung der gesamten Organisation gewürdigt wird. Von den 24 Bewerbern aus Städten und Gemeinden erhalten fünf einen Speyer-Preis für ihre umfassende Modernisierung: die Gemeinde Seekirchen am Wallersee, die Stadt Spittal an der Drau, die Stadt Passau, die Stadt Nordhorn und die Stadt Dortmund. Auch die Bezirkshauptmannschaft Zell am See bekommt einen Preis. Der Beirat hat zudem drei schweizerische Verwaltungen aus dem Bereich der Landesverwaltung für den „Speyer-Preis“ ausgewählt: den Kanton Zürich, das Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Solothurn sowie das Tiefbauamt des Kantons Bern. Erstmals erhält zudem eine Bundesbehörde einen „Speyer-Preis“, nämlich die österreichische Studienbeihilfenbehörde.
Mit dem „Projektpreis“ werden außergewöhnlich hohe Leistungen in einem Teilbereich der Organisation gewürdigt. Ein Hauptkriterium für die Vergabe dieses Preises ist der Innovationscharakter der Projekte. 29 Verwaltungen haben in diesem Jahr ganz unterschiedliche Vorhaben eingereicht. Zehn der Bewerber hat der Beirat für einen „Projektpreis“ ausgewählt: Die „Aufgabenkritik“ in den Ministerien Schleswig-Holsteins und das „Personalcontrolling“ der Senatskommission für das Personalwesen Bremen gehören hierzu. Auch das „Ziel- und Ressourcencontrolling“ der Stadt Wyk auf Föhr, die „Prozeßverbesserung“ in der Stadt Mannheim, das „Betriebscontrolling“ der Landesforstverwaltung Rheinland-Pfalz werden neben dem „wirkungsorientierten Produktkatalog“ der Stadt Rüsselsheim und dem „Organisationsentwicklungsprojekt“ des Amtes Preetz-Land prämiert. Aus den österreichischen und schweizerischen Bewerbungen beeindruckten das „Verfahrensmanagement“ der Steiermärkischen Landesregierung, das „Outcome-Projekt“ der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich sowie die Behörden-Information per Internet „Help“ des österreichischen Finanzministeriums; diese zukunftsweisenden Projekte werden ebenfalls ausgezeichnet.
Die internationale Ausrichtung des Wettbewerbs tritt in diesem Jahr stark hervor: Von den 69 Bewerbern kommen 33 aus der Bundesrepublik, 19 aus Österreich und 17 aus der Schweiz.
Die Preise werden im Rahmen eines Kongresses verliehen, der vom 10. bis 11. Dezember in der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer stattfindet. Der Rektor der Hochschule, Univ.-Prof. Dr. Siegfried Magiera, wird die Urkunden am 10. Dezember 1998 an die Preisträger übergeben. Im Anschluß an die Feierstunde stellen diese in Arbeitsgruppen ihre Modernisierungskonzepte vor. Dadurch soll der wechselseitige Austausch der Verwaltungen angeregt und das Lernen von Spitzenverwaltungen gefördert werden.