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Tagungen und Weiterbildungsveranstaltungen

Kommunale Verwaltung zwischen Bürgeranforderungen, Public-Private-Partnership und Verwaltungskooperation
Bürgerbüros - Serviceläden - Bürgerportale
DHV-Speyer, 18. - 20. September 2002

Download der Vortrags-Präsentationen

Welche Anforderungen stellen die Bürger an das Dienstleistungsangebot von Kommunalverwaltungen? Wie können Dienste zwischen Verwaltungsebenen vernetzt werden? Wie werden dazu private Dienstleistungen eingebunden? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, treffen sich Experten und Interessierte aus Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft in der Zeit vom 18. - 20. September 2002 an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Univ.-Prof. Dr. Dorothea Jansen wird dort die Tagung "Kommunale Verwaltung zwischen Bürgeranforderungen, Public-Private-Partnership und Verwaltungskooperation" stattfinden. Es werden rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Kommunen, Kreisen und den Ländern  erwartet.

Im Mittelpunkt der Tagung stehen die Schnittstellenprobleme und möglichen Lösungen beim Angebot bürgerorientierter Verwaltungsdienstleistungen. Kommunale Bürgerbüros und Serviceläden müssen die Zusammenarbeit zwischen Front-Office und Back-Offices organisieren. Dabei werden die Grenzen der herkömmlichen Verwaltungsgliederung ebenso wie die zwischen öffentlichen und privaten Dienstleistungsanbietern oft überschritten. Moderne I+K-Technologien erscheinen als Lösungsweg, werfen aber neue Probleme der Standardisierung und der Zugänglichkeit auf. Nicht zuletzt gilt es, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfolgreich an der Modernisierung der Verwaltungsdienstleistungen zu beteiligen. Neben einführenden Überblicksvorträgen werden die entstehenden Probleme an konkreten Beispielen diskutiert. Dabei werden auch die Chancen verschiedener öffentlicher und privater Trägerschafts-Modelle ausgelotet.

Der erste Tag ist den Bürgerdienstleistungen und Bürgerbüros gewidmet. Nach einer Einführung durch Frau Prof. Jansen wird Prof. Dr. Dieter Grunow von der Universität Duisburg über die Erwartungen der Bevölkerung gegenüber der Verwaltung referieren. Einen Überblick über Bürgerbürokonzepte auf dem Weg zum virtuellen Rathaus liefert Patrick Sensburg von der FernUniversität Hagen. Der Blick in die Praxis wird von Organisationsberater Michael Ellinghaus, Stadt Hagen, mit einem Beitrag über die Verwaltungsorganisation aus Bürgersicht in Hagen und von Burkhard Margies, DHV-Speyer, mit einem Bericht über Kundenzufriedenheit mit Bürgerbüros in kleineren Gemeinden geliefert.

Der zweite Tag ist den Problemen der Verwaltungskooperation und der Kooperation mit privaten Anbietern gewidmet. Prof. Dr. Klaus Lenk, Universität Oldenburg, wird Probleme der Zusammenarbeit zwischen Front- und Back-Office analysieren. Mit der Einbindung bürgerorientierter Dienstleistungen in ein E-Government-Konzept befasst sich Hans Randl von der Finanzbehörde der Stadt Hamburg. Dr. Martin Eifert, Universität Hamburg, berichtet über Möglichkeiten der Vernetzung der Dienstleistungsangebote zwischen Verwaltungsebenen.

Der ganzheitliche Aufbau von virtuellen Rathäusern und Marktplätzen soll den Bürgern auch mehr Partizipation und Mitbestimmung ermöglichen. Ein Praxisbeispiel dazu ist das preisgekrönte MediaKomm-Projekt der Stadt Esslingen, über Andreas Kraft am Nachmittag berichten wird. Das vom Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz betriebene Portal RLP-Direkt wird von Dieter Rösges vorgestellt. Oberhalb der kommunalen Ebene wird hier ein breites Angebot an Information und Bürgerservices bereitgestellt. Über E-Government und die Integration von E-Bürgerdiensten und Verwaltungsverfahren im Kommunalen Datenverarbeitungs-Verbund Baden-Württemberg wird Bernd Schulte von der Datenzentrale Baden-Württemberg sprechen.

Am dritten Tag steht der Mitarbeiter als Erfolgsfaktor auf dem Programm. Karsten Schneider von der Universität Kassel wird untersuchen, ob sich Chancen für die kommunale Aufgabenerfüllung aus neuen Formen der Kooperation und Beteiligung "im Schatten der Hierarchie" ergeben. Den dazugehörigen Blick in die Praxis der Einbindung und Qualifikation von Mitarbeitern in Reformprozessen vermittelt Dr. Siegfried Mauch aus dem Innenministerium Baden-Württemberg. Dr. Andreas Engel von der Stabsstelle IUK Management der Stadt Köln liefert den Abschluss des Themenkomplexes mit einem Bericht über die Organisation des Wissensmanagements bei der Kölner Stadtverwaltung.

Zwischen den Berichten und Referaten haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, eigene Erfahrungen, Anregungen und Kritikpunkte in die Diskussionen einzubringen. Das Rahmenprogramm der Tagung bilden eine Führung durch das schöne Speyer sowie Gelegenheiten zum informellen Zusammentreffen.

Laden Sie sich hier das ausführliche Programm als .pdf-Datei herunter.

Wissenschaftliche Leitung:
Prof. Dr. Dorothea Jansen
Lehrstuhl für Soziologie der Organisation
Deutsche Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer

Tagungsbeitrag: € 125/€ 180

Kontaktadresse:
Deutsche Hochschule für
Verwaltungswissenschaften Speyer
Tagungssekretariat
Postfach 1409
67324 Speyer
Telefon 0 62 32 / 654-227

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Stand: 11. Februar 2003