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72. Staatswissenschaftliche Fortbildungstagung

Kommunale Selbstverwaltung -
Zukunftsmodell oder Auslaufmodell?

24.-26. März 2004
Wiss. Leitung:    Univ.-Prof. Dr. Hermann Hill

Das Jahr 2003 hat die Fachöffentlichkeit in Politik und Verwaltung durch die intensive Auseinandersetzung über die desolate Lage der kommunalen Finanzen und mögliche Abhilfestrategien geprägt. Die  verläßliche finanzielle Grundausstattung ist für die kommunale Selbstverwaltung sicherlich unverzichtbar. Daran muß auch weiter gearbeitet werden. Jedoch gerieten angesichts dieser alles andere überlagernden Diskussion über die Finanzen manche inhaltlichen Probleme und Perspektiven der kommunalen Selbst- verwaltung etwas in den Hintergrund. Die Tagung soll dazu beitragen, diese wieder etwas mehr in das Licht der Öffentlichkeit zu rücken.

 

Große Herausforderungen (demografischer Wandel, Integration unterschied- licher Bevölkerungsgruppen, Zukunft der Daseinsvorsorge, Veränderungen durch moderne Informations- und Kommunikationstechnologien, Verschie- bungen im Verhältnis der Verwaltungsebenen) bedürfen aufmerksamer Beobachtung und Auseinandersetzung. Sie werfen die Frage auf, inwieweit Artikel 28 Abs. 2 GG noch zeitgemäß bzw. zukunftsfähig ist. Während im Ausland die deutsche kommunale Selbstverwaltung vielfach im Rahmen von Dezentralisierungsbemühungen als Vorbild und Erfolgsmodell gefeiert wird, steht sie in Deutschland teilweise mit dem Rücken an der Wand.

Kommunale Selbstverwaltung – Zukunfts- oder Auslaufmodell ist daher die Frage, die in dieser Tagung diskutiert werden soll

 

Programm  

 

 

Begrüßung und Einführung

Univ.-Prof. Dr. Hermann Hill, DHV Speyer

 

Trends und Herausforderungen

Herausforderungen und Konsequenzen des demografischen Wandels

Prof. Dr. Heinrich Mäding, Deutsches Institut für Urbanistik, Berlin

Verschiedenartigkeit als Chance – Gelungene Integrationsstrategien

Prof. Dr. Marga Pröhl, Bertelsmann Stiftung, Gütersloh

Ab in die Mitte – Renaissance der Innenstädte

Jens Imorde, Projekt- und Kulturberatung GmbH, Münster

Gemeindefinanzreform gescheitert – was nun?

Petra Roth, Präsidentin des Deutschen Städtetages, Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt am Main

 

Daseinsvorsorge und Wettbewerb unter europäischer Perspektive

Zukunft der Daseinsvorsorge – Rechts- und Planungssicherheit für Kommunen

Thomas Abel, Deutscher Städte- und Gemeindebund, Berlin

Kommunalwirtschaft aus der Sicht des Innenministeriums

Detlef Dohmen, Innenministerium Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf

 

Kooperation und Planung

3 stadt 2 – Neue Kooperationsformen in der Stadtentwicklung

Dr. Peter Jakubowski, Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Bonn

Elektronische Formen der Bürgerbeteiligung

Oliver Märker, Fraunhofer-Institut, St. Augustin

 

eGovernment verändert die kommunale Organisation

Wissensmanagement als Dienstleistung in der Region

Dieter Rehfeld, Regio IT, Aachen

eGovernment in der Metropolregion Hamburg

Thorsten Heinze, Landkreis Harburg

Neue institutionelle Arrangements für kommunale Leistungen

Michael Hokkeler, Kommunale Gemeinschaftsstelle (KGSt), Köln

Kommune Online 2004

Franz-Reinhard Habbel, Deutscher Städte- und Gemeindebund, Berlin

 

Lokale und regionale Aufgaben neu denken

Kommunale Kompetenzzentren

Ulrich Gudat, Innenministerium Schleswig-Holstein, Kiel

Kreisaufgaben der Zukunft

Dr. Dirk Heuwinkel, Landkreis Osnabrück

Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung durch regionale Kooperation

Christian Specht, Verbandsdirektor des Raumordnungsverbandes Rhein-Neckar, Mannheim

Stadtregion als Handlungsebene

Folkert Kiepe, Beigeordneter des Deutschen Städtetages, Köln

 

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Stand: 10.05.2005