Im Computerspiel schwierige Entscheidungen treffen
lernen
Seminar „Handeln in komplexen, politisch-administrativen
Entscheidungslagen“
Was bei der Planung von Flughäfen und Straßen
alles zu beachten ist
2. Speyerer Planungsrechtstage an der DHV
So lassen sich Ministerien organisieren Forum an der DHV
Große Frühjahrstagung an der DHV - Eröffnung mit Herzog und Glotz
Regieren und Verwalten im Informationszeitalter:
Unterwegs zur virtuellen Verwaltung
68. Staatswissenschaftliche Fortbildungstagung an
der DHV mit Herzog und Glotz
So lassen sich Ministerien organisieren - Forum an der DHV
Fragen der Organisation von Ministerien und ihrem nachgeordneten Bereich
stehen im Zentrum des Forums „Ministerien und nachgeordneter Bereich –
Organisation,
Abschichtung, Steuerung“, das vom Mittwoch, 22. bis Freitag, 24. März
unter der wissenschaftlichen Leitung von Univ.-Prof. Dr. Dr. König
an der Deutschen
Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer stattfindet.
Einführend wird Prof. König Aufsätze zur Modernisierung
der Ministerialverwaltung im internationalen Rahmen vorstellen. Auf die
Probleme der ministeriellen
Arbeitsteilung zwischen Bonn und Berlin geht Ministerialdirektor Ernst
Hüper, Leiter der Zentral-Abteilung des Bundeskanzleramtes, in seinem
Vortrag ein. Und
welchen Einfluss die Landesparlamente auf die Organisation der Ministerien
haben, wird Ministerialdirigent Gerd Stehler, Leiter der Abteilung „Organisation“
im
Innenministerium Nordrhein-Westfalen erläutern.
Der Donnerstag Vormittag ist dem Thema „Reorganisation des nachgeordneten
Bereich“ gewidmet. Thematisiert werden sowohl die Gestaltung allgemeiner
mittlerer
Verwaltungsbehörden als auch die Entwicklung von Sonderbehörden.
Am Nachmittag stehen Formen Öffentlicher Unternehmen auf dem Programm.
Das Forum, das sich an Verwaltungspraktiker aus Bund, Ländern
und Kommunen richtet, wird durch eine Podiumsdiskussion zum Thema „Klassische
und neue
Instrumentarien der Fachaufsicht“ abgerundet. Auf dem Podium: Ministerialrat
Joachim Scheumann, Leiter des Reformstabes Bundesverkehrsverwaltung des
Bundesverkehrsministeriums, Horst Julich, Vizepräsident des Deutschen
Wetterdienstes Offenbach, Horst Müller, Regierungspräsident von
Oberfranken, und Gerhard
Jäger, Leiter der Managementberatung der Prognos AG Basel.
Große Frühjahrstagung an der DHV -
Eröffnung mit Herzog und Glotz
Mehr als 420 Teilnehmer konnte heute die Deutsche Hochschule für
Verwaltungswissenschaften Speyer zu ihrer traditionellen Frühjahrstagung
unter dem Motto
„Regieren und Verwalten im Informationszeitalter – Unterwegs zur virtuellen
Verwaltung“ begrüßen. Eröffnet wurde die Veranstaltung,
die noch bis Freitag dauert
und unter der wissenschaftlichen Leitung von Univ.-Prof. Dr. Heinrich
Reinermann steht, von Bundespräsident a.D. Prof. Dr. Roman Herzog
und dem St. Gallener
Universitäts-Professor Dr. Peter Glotz.
Der Rektor der Hochschule, Univ.-Prof. Dr. Hermann Hill, begrüßte
zur Eröffnung die Vertreter aus Bund und Ländern, der Stadt Speyer
und privaten Unternehmen
sowie aus neun Staaten der Erde. In den vergangenen sechs Monaten sei
die Zahl der Internet-Nutzer um 56 Prozent gestiegen. Das zeige, wie top-aktuell
das Thema
der Tagung sei. Bald sei möglicherweise ein „Bürgerrecht
auf Online-Zugang“ denkbar. Durch die Angebote der Verwaltung im Internet
verändere sich aber auch die
Erwartungshaltung der Bürger in Bezug auf Öffnungszeiten,
Dienstleistungen und Wartezeiten. Auch die Hochschule bleibe hier am Ball:
Geplant sei ein Mix aus
Selbststudium mit online-Lernphasen und persönlichem Kontakt,
erklärte Hill. Sein Aufruf: „Come to Speyer, wir surfen nicht nur,
wir machen die Wellen“.
Dem Thema „Der Staat im Cyberspace: Die Rolle des öffentlichen
Sektors im Zeichen globaler Vernetzung“ widmete sich Ex-Bundespräsident
Herzog in seiner Rede.
„Die moderne Gesellschaft ist dynamisch. Entwicklungen gehen schnell
voran, wobei man kaum sagen kann, wohin sie gehen“, erläuterte Herzog.
„Kein Land ist
mehr fähig, den eigenen Kurs der Entwicklung zu steuern. Dabei
gibt es gewisse Tempo-Unterschiede“, sagte Herzog. Nun stelle sich die
Frage, wie sich die
Menschheit in der Übergangsphase zur neuen globalen Gesellschaft
verhalten solle. Gelingt es der westlichen Welt, ihre Erfahrungen auch
anderen Kulturen nahe zu
bringen, wie etwa eine Menschenrechts- oder allgemeine Friedensordnung?
Er habe die Erfahrung gemacht, dass bestimmte Regionen wie etwa asiatische
Länder die
westliche Technik und Produktionsziele übernähmen, mit der
Gefahr, ihre über Jahrtausende gewachsene Identität einzubüßen.
Umgekehrt müsse die deutsche soziale
Marktwirtschaft immer mehr mit Systemen konkurrieren, die der reinen
Marktwirtschaft dienen und ebenfalls westliche Qualität-Standards
erreicht hätten und dabei
ökonomisch durch niedrigere Sozialkosten überlegen seien.
„Deshalb muss unsere Produktionstechnik anderen um Pferdelängen voraus
sein“, so Herzog. Auch sei es
fraglich, ob die deutsche Staatsorganisation dem Entscheidungstempo
in der global-vernetzten Welt standhalten könne. Es müssten etwa
flachere Hirarchien geschaffen
werden. „So wird sich das System nicht mehr lange halten können.
Die Verwaltung kann nicht ewig nachhinken. Sie muss ihre Entscheidungsstrukturen
grundlegend
überdenken“.
Welche Auswirkungen ein globaler „virtueller Kontinent“ haben könnte,
erläuterte Glotz. Durch die neuen Technologien würden einige
traditionelle Gewerbe,
wie etwa der Buchhandel, verschwinden, so Glotz. Der Manager werde
keine Sekretärin mehr brauchen, sondern seine Termine selbst im Internet
oder
Notebook verarbeiten. Die tägliche Arbeit werde künftig auch
per Laptop von Spanien aus geleistet werden können. Vorteile der globalen
Vernetzung sieht
Glotz auch in der Politik: Die Abschottung von Diktaturen würde
erschwert, „die Macht die Goebbels damals hatte, wäre heute nicht
mehr möglich“. Zwar
verböten einige Staaten noch immer ihren Bürgern den Internet-Zugang
„doch das wird nicht haltbar sein“. Für den Staat stelle sich das
Problem, flexibel
reagieren zu müssen. Dass das repräsentative System etwa
durch Computerabstimmungen ausgehebelt würde, hält Glotz hingegen
für unwahrscheinlich.
Deshalb sollte man der neuen Entwicklung weder mit Verdammnis noch
mit zu großer Euphorie begegnen. „Es wird weder ein neues athenisches
Zeitalter
geben, noch wird die repräsentative Demokratie zu Grunde gehen“.
Am Nachmittag sprach unter anderem Staatssekretär a.D. Dr. Thilo
Sarrazin zum Thema „Wie sich die private Wirtschaft eine öffentliche
Verwaltung im
Informationszeitalter wünscht.“ Und Staatssekretärin Brigitte
Zypries vom Bundesministerium des Innern referierte über das Verhältnis
von Bürger, Politik und
Verwaltung im Informationszeitalter.
Weitere Referenten werden Einblicke in Rechtsfragen der Informationsgesellschaft,
die Rolle digitaler Signaturen und die Sicherheit von
Verwaltungsinformationssystemen geben. Außerdem geht es um den
Einfluss der neuen Informationstechniken auf die Struktur und Organisation
der
Verwaltung. Wie sie sich im öffentlichen Dienst auswirken, wird
die Ministerin für Frauen, Arbeit, Gesundheit und Soziales des Saarlandes,
Dr. Regina Görner,
untersuchen. Abgerundet wird die dreitägige Veranstaltung mit
Beiträgen zum Management von Wissen und Technik sowie einem Vortrag
von Prof. Dr. Dr.
h.c. Bert Rürup, Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung
der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, über die Effizienzrevolution
in der öffentlichen
Verwaltung. Weitere Höhepunkte sind fünf Panels zu aktuellen
Schwerpunktthemen von Informationstechnik und Verwaltung, nämlich
„V24: Verwaltung 24 im
internationalen Webtest“, „Digitale Signaturen“, „Cyberspace und Cybercrime“,
„Die Rolle der Rechenzentren“ und „Elektronische Vorgangsbearbeitung“.
Regieren und Verwalten im Informationszeitalter: Unterwegs zur virtuellen Verwaltung
68. Staatswissenschaftliche Fortbildungstagung an der DHV mit Herzog und Glotz
Es ist wieder soweit: Die Deutsche Hochschule für Verwaltungswissenschaften
Speyer veranstaltet vom 15. bis 17. März ihre traditionelle große
Frühjahrstagung. Mehr als 420 Teilnehmer werden dazu erwartet.
Über 40 namhafte Referenten aus dem In- und Ausland - darunter auch
der frühere
Bundespräsident Prof. Dr. Roman Herzog und Prof. Dr. Peter Glotz
- werden an der Hochschule zu Gast sein.Zum sechsten Mal wird
die„Staatswissenschaftliche Fortbildungstagung“ gemeinsam mit der Gesellschaft
für Informatik e.V. veranstaltet. Sie steht unter der wissenschaftlichen
Leitung
von Univ.-Prof. Dr. Heinrich Reinermann. Unter dem Motto „Regieren
und Verwalten im Informationszeitalter: Unterwegs zur virtuellen Verwaltung“
werden
die Referenten aus Staat, Wissenschaft und Wirtschaft erläutern,
welche Möglichkeiten moderne Informations- und Kommunikationstechnologien
für Regierung
und Verwaltung sowie fürdie Verwaltungsmodernisierung bieten.
Eröffnet wird die Veranstaltung mit den Vorträgen von Bundespräsident
a.D. Prof. Dr. Roman Herzog über die Rolle des Staates im Zeichen
globaler
Vernetzung und Prof. Dr. Peter Glotz über die neue Welt einer
räumlich-zeitlich-hierarchisch ungehinderten Kommunikation. Weitere
Beiträge befassen sich mit
den Anforderungen, die Wirtschaft und Dritter Sektor in der Informationsgesellschaft
an eine öffentliche Verwaltung stellen.Unter anderem spricht
Staatssekretär a.D. Dr. Thilo Sarrazin zum Thema „Wie sich die
private Wirtschaft eine öffentliche Verwaltung im Informationszeitalter
wünscht.“ Und
Staatssekretärin Brigitte Zypries vom Bundesministerium des Innern
referiert über das Verhältnis von Bürger, Politik und Verwaltung
im Informationszeitalter.
Weitere Referenten werden Einblicke in Rechtsfragen der Informationsgesellschaft,
die Rolle digitaler Signaturen und die Sicherheit von
Verwaltungsinformationssystemen geben. Außerdem geht es um den
Einfluss der neuen Informationstechniken auf die Struktur und Organisation
der
Verwaltung. Wie sie sich im öffentlichen Dienst auswirken, wird
die Ministerin für Frauen, Arbeit, Gesundheit und Soziales des Saarlandes,
Dr. Regina Görner,
untersuchen. Abgerundet wird die dreitägige Veranstaltung mit
Beiträgen zum Management von Wissen und Technik sowie einem Vortrag
von Prof. Dr.Dr.h.c.
Bert Rürup, Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung
der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, über die Effizienzrevolution
in der öffentlichen
Verwaltung. Weitere Höhepunkte sind fünf Panels zu aktuellen
Schwerpunktthemen von Informationstechnik und Verwaltung, nämlich
„V24: Verwaltung 24 im
internationalen Webtest“, „Digitale Signaturen“, „Cyberspace und Cybercrime“,
„Die Rolle der Rechenzentren“ und „Elektronische Vorgangsbearbeitung“.
Anm. für die Medien: Vertreter von Rundfunk, Fernsehen und Presse
sind zu der Veranstaltung herzlich willkommen. Es besteht Gelegenheit zu
Interviews mit
den Referenten. Um kurze Voranmeldung wird gebeten. Weitere Informationen
zum Programm der Frühjahrstagung und den Referenten finden Sie im
Internet
unter: http://www.dhv-speyer.de/rei/f2K