Partizipation und Landschaftsplanung im Kontext der Lokalen Agenda 21 vom 29.-30.10.2001 an der DHV Speyer
Beteiligungsformen als Strategien zur Planerstellung und -umsetzung in Wissenschaft und Praxis
Zum Thema "Partizipation und Landschaftsplanung im Kontext der Lokalen Agenda 21 - Beteiligungsformen als Strategien zur Planerstellung und -umsetzung in Wissenschaft und Praxis" führen die Deutsche Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer, das Landesamt für Umweltschutz und Gewerbeaufsicht Rheinland-Pfalz und die Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz eine gemeinsame Tagung durch. Sie findet am 29. und 30. Oktober 2001 unter der wissenschaftlichen Leitung des Rektors der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer, Univ.-Professor Dr. Rudolf Fisch, und des Präsidenten des Landesamtes für Umweltschutz und Gewerbeaufsicht, Dr.-Ing. Karl-Heinz Rother, an der DHV Speyer statt.
Bei der Tagung kommen Vertreter aus der Kommunalpolitik, von Umweltbehörden, Planungsbüros, Beratungsunternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen aus der ganzen Bundesrepublik zusammen.
Behandelt werden Fragen zur Gestaltung der Bürgerbeteiligung bei kommunalen Planungsprozessen. Unter anderem wird bei der Tagung auch das Speyerer Pilotprojekt "Umwelt und Wirtschaft im Dialog - Perspektiven Gewerbegebiet Auestraße 2010" vorgestellt. Im Rahmen partizipativer Planungsprozesse können bisher ungenutzte kreative Potentiale erschlossen und neue Kooperationen aufgebaut werden. So soll vor Ort die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger im Einklang mit der Natur gesichert und verbessert werden. Die Tagung vermittelt im Vortragsprogramm sowohl aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse als auch praktische Erfahrungen. Mit verschiedenen Workshops und durch die Möglichkeit vielfältiger informeller Begegnungen will sie zu einem fruchtbaren Erfahrungsaustausch zwischen allen Beteiligten aus Praxis und Wissenschaft beitragen.
Das Tagungsprogramm ist im Internet abrufbar: http://192.124.238.252/FORTBILD/lfuggenda21.PDF
Ansprechpartner:
Baudirektor
Christoph Best, Landesamt für Umweltschutz und Gewerbeaufsicht (LfUG) Tel. 06133/9450-132, E-mail:
christoph.best@lfug.rlp.de.
Priv.-Doz. Dr. Dieter Beck, Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung bei
der DHV Speyer, Tel.
06232/654-373, E-mail:
dbeck@dhv-speyer.de
Reform der
Parteiendemokratie - 5. Speyerer Demokratietagung
vom 25.-26.10.2001 an der DHV Speyer
Der Reform der Parteiendemokratie wird der renommierte Parteienkritiker Univ.-Professor Dr. Hans Herbert von Arnim am 25. und am 26. Oktober 2001 auf der inzwischen schon fünften Speyerer Demokratietagung an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer nachgehen.
Besonders die Probleme bei der Umsetzung dieser Reform stehen im Mittelpunkt der Tagung. Sie hängen nicht nur mit der Verfassungssituation in der Bundesrepublik Deutschland zusammen, sondern es geht dabei auch um handfeste etablierte Interessen. Vor diesem Hintergrund wird sich denn auch die Tagung nicht nur mit Fragen der Parteienfinanzierung, des Parteienstaats oder der Durchsetzbarkeit von Reformen auseinandersetzen. Sie wird auch Phänomenen der ‚Elektronischen Demokratie’ und von Volksentscheiden nachgehen sowie eine Antwort auf die plakative Frage suchen, wie man in Deutschland überhaupt Politiker wird. Schon gleich am ersten Tag wird der Direktor des Max-Planck-Instituts für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht, Professor Dr. Dr. h.c. Jochen Frowein, zum Parteienstaat in der Krise referieren und den Problemkreis der Tagung abstecken.
Wieder ist es Univ.-Professor von Arnim gelungen, herausragende Referenten für diese Speyerer Tagung zu gewinnen, die sich mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Staatskanzleien, Innenministerien, Kommunen, Parteien und Fraktionen und staatsbürgerlich orientierten Verbänden sowie führenden Staats- und Politikwissenschaftlern austauschen werden.
Die Speyerer Demokratietagung ist ein jährlich von Univ.-Professor von Arnim an der Deutsche Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer veranstaltetes Forum für politische Entscheidungsträger. In den vergangenen Jahren standen die Themen ‚Politische Klasse und Verfassung’, ‚Direkte Demokratie’ und ‚Demokratie vor neuen Herausforderungen’ in ihrem Mittelpunkt.
Das genaue Tagungsprogramm ist im Internet abrufbar unter der Adresse: http://www.dhv-speyer.de/FORTBILD/iProgavonarnim.pdf
Kompaktseminar
Finanzen und Wirtschaft
vom 22.-24.10.2001 an der DHV Speyer
Die Forderung nach grundlegenden Reformen beherrscht seit Jahren nahezu alle Bereiche der deutschen Wirtschafts-, Finanz-, Arbeits- und Sozialpolitik. An Vorschlägen mangelt es nicht, aber die Umsetzung stößt auf extrem enge politische Handlungsspielräume, auf machtvolle Interessen und erstarrte Besitzstände. Durchgreifende Steuer-, Beschäftigungs-, Tarif- und Sozialreformen sind unter diesen Bedingungen nur schwer zu realisieren. Aber auch konzeptionell liegt vieles im Argen: Kurzfristige politische „Zwänge" lassen längerfristigen „echten" Reformansätzen kaum eine Chance.
Unter der wissenschaftlichen Leitung der Univ.-Professoren Dres. Gisela Färber und Dieter Duwendag setzten sich ab heute drei Tage lang Experten aus Ministerien und Landesverwaltungen der ganzen Bundesrepublik mit diesem Problemfeld auseinander. Dabei sollen weder Fragen der Alterssicherung noch der Beschäftigungspolitik ausgeklammert werden. Für die Problemkreise Gesundheitswesen, Steuerreform und Personalausgaben bei leeren Kassen konnten mit Univ.-Professor Dr. Dieter Kassel aus Duisburg, Ministerialdirigent Dr. Albert Peters aus dem Bundesfinanzministerium und dem Leitenden Ministerialrat Dr. Peter Wild vom Düsseldorfer Finanzministerium hervorragende Referenten gewonnen werden.
Computerwelt und Verwaltung - 17. „SpeBit“ Seminar an der DHV Speyer vom 17. bis 19. Oktober 2001
Mittlerweile schon zum 17. Mal veranstaltet die Deutsche Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer unter der wissenschaftlichen Leitung von Univ.-Professor. Dr. Heinrich Reinermann vom 17. bis 19. Oktober 2001 das „Speyerer Seminar für Büro- und Informationstechnologie in der öffentlichen Verwaltung (SpeBit)“.
Im Mittelpunkt des Seminars stehen Möglichkeiten der Informationstechnik mit ihren tiefgreifenden Auswirkungen auf das traditionelle Verwaltungshandeln. Immer mehr prägen Schlagwörter wie E-Business, E-Commerce, E-Democracy oder E-Government die Diskussion um Verwaltungsmodernisierung, Bürgerfreundlichkeit und Ressourcen. Ihre Chancen sollen auf der SpeBit untersucht werden.
An den drei Tagen des Seminars werden namhafte Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung referieren und diskutieren unter anderem über moderne Verschlüsselungstechnologien, elektronische Wahlen (e-voting) oder zum Management großer heterogener IT-Systeme. Daneben werden immer wieder Blicke auf die konkreten EDV-Techniken und die praktische Bedeutung der Informationstechnologie für bestimmte Behörden oder Kommunen geworfen. So wird der Speyerer Oberbürgermeister Werner Schineller am 17. Oktober 2001 um 16.15 Uhr die Seminarteilnehmer empfangen und die Bedeutung der Informationstechnologien für die Stadt Speyer vorstellen, bevor im Historischen Ratssaal der Domstadt Datenschutz im Zeichen von Internet und Multimedia mit dem niedersächsischen Landesbeauftragten für den Datenschutz, Burckhard Nedden, diskutiert werden.
Das Seminar richtet sich an Führungskräfte aus Ministerien, Inhaber entsprechender Positionen in Parlamenten und Gerichtsbarkeit sowie die Führungsspitze der Ober- und Mittelbehörden und bietet den Teilnehmern auch Gelegenheit für praktische Übungen am Computer. Im Vordergrund steht jedoch die verwaltungspolitische Dimension der Informationstechnologien, d.h. die Gestaltung und Bewertung des Technikeinsatzes sowie die Bewertung seiner Folgen durch die Leitung der jeweiligen Einrichtungen und Behörden.
Das genaue Programm der Veranstaltung kann im Internet abgerufen werden unter der Adresse http://www.dhv-speyer.de/rei/FORTBILD/SPEBIT/17SPEBIT/Spe17-Prog.PDF
Tagung Perspektiven der kommunalen Steuerung an der DHV Speyer
Welche Konsequenzen wird die Entwicklung der modernen Gesellschaft zu einer wissensbasierten Gesellschaft für die öffentliche Verwaltung haben? Wie können Kommunen mit dem beschleunigten Innovations- und Veränderungstempo in der wissensbasierten Ökonomie und Gesellschaft mithalten? Wie können sie verhindern, dass sie von Entwicklungen überrollt werden und trotz raschen Wandels und zunehmenden externen Abhängigkeiten strategisch steuern?
Diese Fragen werden auf der Tagung zu den Perspektiven der kommunalen Steuerung diskutiert, die vom 17. – 20. Oktober 2001 unter der wissenschaftlichen Leitung von Univ.-Prof. Dr. Dorothea Jansen an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer stattfinden wird. Hierzu werden rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Kommunen und Kreisen, den Ländern, der Politikberatung und der Wissenschaft erwartet.
Ziel der Tagung ist es auszuloten, wie Daten, Informationen und Wissen mit unterschiedlichen Graden der Standardisierung, Messbarkeit, Explizitheit und Strukturierung aus der Statistik, den Fachämtern, den Controllingstellen usw. zusammengeführt und für eine zukunftsgerichtete Steuerung fruchtbar gemacht werden können. Eine zweite Frage wird sein, wie Kommunen sich die Wissensressourcen in ihrer Umwelt erschließen und im Sinne langfristiger Lebensqualität und dauerhaften Wohlstands gemeinsame Zukunftskonzepte entwerfen und umsetzen können.
Der erste Tag ist einem Überblick über die Rolle der Kommunalstatistik im sog. Neuen Steuerungsmodell gewidmet, das die kommunale Verwaltungsreform inspiriert hat. Kerstin Schmidt, Projektleiterin der Kompass-Modellkommunen-Initiative der Bertelsmann-Stiftung, wird wegweisende Fallbeispiele der Integration von Wissen und Akteuren aus Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft im Sinne einer aktiven und vorausschauenden Zukunftsgestaltung vorstellen. Manfred Pook vom Verband für kommunales Management (KGSt) wird die Perspektive des betriebswirtschaftlichen Controllers auf kommunale Steuerung vorstellen. Klaus Trutzel vom Verband der Städte-Statistiker wird sich mit Möglichkeit und Notwendigkeit der Erweiterung der Kommunalstatistik hin zu einem kommunalen Wissensmanagement befassen.
Der zweite Tag ist der Nutzung von kommunaler Marktforschung für die strategische Steuerung und der Aufbereitung von Informationen für die Nutzung durch Fachämter, Verwaltungsspitze und Politik gewidmet. Nach einleitenden Vorträgen werden sich zwei Arbeitsgruppen mit wegweisenden Praxisprojekten (1) zum Einsatz von Umfragen für die kommunale Steuerung und (2) zu Informationssystemen für Kommunalverwaltung und -politik auseinandersetzen. Dabei wird es insbesondere um die Aspekte der Umsetzbarkeit (statt Daten für die Schublade) und um Dokumentation und Retrieval auch von unstrukturierten Wissensbeständen gehen.
Der dritte Tag ist dem Resümee und Ausblick gewidmet. Nach den Berichten aus den Arbeitsgruppen wird es um die künftigen Aufgaben und Kooperationsbeziehungen der Statistikämter gehen. Abschließend wird Dr. Helmut Fogt vom Deutschen Städtetag die Perspektiven für ein kommunales Informationsmanagement skizzieren.
Das Programm der Tagung ist im Internet abrufbar unter http://www.dhv-speyer.de/FORTBILD/Perspektiven.pdf
Forschungstagung „Experten und Politik: Wissenschaftliche Politikberatung in geschichtlicher Perspektive“ vom 10.-12. Oktober 2001
Die Wechselbeziehung und gegenseitige Durchdringung von Wissenschaft und Politik untersucht in geschichtlicher Perspektive eine von Univ.-Prof. Dr. Stefan Fisch geleitete Forschungstagung, die vom 10.-12. Oktober 2001 am Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung bei der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer stattfinden wird. Im Blickpunkt steht dabei die wissenschaftliche Beratung der Politik in ihren vielgestaltigen Formen – vom persönlichen Beraterumfeld führender Politiker über die den Ressorts zugeordneten wissenschaftlichen Beiräte bis hin zu den „think tanks“ als externen Beratungsinstitutionen. Im Zentrum der Tagung steht die Entwicklung in der Bundesrepublik, jedoch werden auch Seiten- und Rückblicke auf andere politische Systeme und Epochen geworfen.
Die Tagung führt Historiker und Forscher aus verschiedenen Nachbardisziplinen zusammen, die gemeinsam nach Gewicht, Funktion und Bedeutung des verwaltungsexternen Expertenwissens in politischen Meinungsbildungs- und Entscheidungsprozessen fragen. Das Verhältnis von Wissenschaft und Politik ist kein einfaches – Wissenschaft und Politik folgen unterschiedlichen Denkansätzen, Rationalitätskriterien und Sprachkonventionen. Die politischen Einflusschancen und Wirkungsgrenzen des wissenschaftlichen Sachverstandes unterliegen überdies im Wechsel der politischen Systeme und Konstellationen historischen Konjunkturen. Hierfür den Blick zu schärfen ist ein Anliegen der Speyerer Tagung.
13. Europa-Seminar Speyer vom 9. bis 12. Oktober 2001
Vom 9. bis 12. Oktober findet an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer das 13. Europa-Seminar Speyer unter der wissenschaftlichen Leitung von Univ.-Prof. Dr. S. Magiera und Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. H. Siedentopf statt.
Die Europäische Union befindet sich in einem stetigen Prozess der Vertiefung und Erweiterung, die sowohl die EU als auch ihre Mitgliedstaaten vor neue Aufgaben stellt. Zur Vorbereitung auf die Erweiterung müssen Institutionen, Verfahren und Sachpolitiken der EU weiterentwickelt werden. Nach der Neugestaltung der gemeinschaftlichen Agrar- und Strukturpolitik und des Finanzierungssystems im Rahmen der „Agenda 2000“ zeigt sich als jüngstes Beispiel für die Dynamik der europäischen Integration die Unterzeichnung des Vertrages von Nizza Ende Februar 2001. Damit haben die Regierungen der Mitgliedstaaten eine Einigung auf institutionelle Reformen der EU erzielt, welche die Handlungsfähigkeit und Legitimität der EU auch nach ihrer Erweiterung sicherstellen sollen. Gleichzeitig wurden mit dem Vertrag von Nizza die Beratungen über die Zukunft der EU eingeleitet, die durch eine breit angelegte Diskussion bedeutende Fragen im Hinblick auf eine verbesserte und dauerhafte Sicherung der demokratischen Legitimation und der Transparenz der Union und ihrer Organe behandeln soll. Ferner wurde im Dezember 2000 in Nizza die Charta der Grundrechte der EU feierlich proklamiert, die den bisher in der EU erreichten Grundrechtsstandard sichtbarer machen und zu mehr Rechtssicherheit führen soll.
Die aufgezeigten Entwicklungen haben auch erhebliche Auswirkungen auf die Verwaltungen der deutschen Länder, so dass deren Beteiligung an der Gestaltung dieser Prozesse – auch zur Wahrung ihrer Eigenständigkeit – eine zwingende Notwendigkeit darstellt. Für eine effektive Mitwirkung und die Nutzung der Chancen, die das Zusammenwachsen Europas bietet, sind aktuelle Kenntnisse über Recht und Politik der EU unabdingbar.
Das 13. Europa-Seminar Speyer wird sich neben den großen Herausforderungen, die von der EU bewältigt werden müssen, auch mit wichtigen aktuellen Politikfeldern mit besonderer Bedeutung für die deutschen Länder beschäftigen.
Schwerpunkte werden die institutionellen Reformen der Europäischen Union und ihre Perspektiven, die Erweiterung der EU und ihre Finanzierung, die Bekämpfung von Unregelmäßigkeiten und Betrügereien in der EU und ihren Mitgliedstaaten, Entwicklungen im europäischen Grundrechtsschutz, Fragen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der EU sowie Umwelt und Wirtschaft in der europäischen Integration bilden.
Als Referenten für die Veranstaltung konnten namhafte Experten aus Wissenschaft und Praxis gewonnen werden, die die einzelnen Themenkreise nicht nur aus deutschem Blickwinkel, sondern auch aus der Sichtweise der Bewerberstaaten und der Gemeinschaftsorgane beleuchten werden.
Auf dem Programm stehen neben Vorträgen und Diskussionen an der Hochschule auch Besuche bei europäischen Institutionen in Straßburg und bei einem Wirtschaftsunternehmen.
Festansprache von Hans-Olaf Henkel im Hambacher Schloss
Anlässlich des 25jährigen Bestehens des Forschungsinstituts für öffentliche Verwaltung findet vom 8. bis 10. Oktober 2001 in der Aula der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer eine Tagung zum Thema „Perspektiven der Verwaltungsforschung“ statt. Am Abend des 9. Oktober findet um 18.30 Uhr ein Empfang im Festsaal des Hambacher Schlosses statt, an den sich um 19.00 Uhr die Festansprache des Präsidenten der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibnitz, Prof. Dr.-Ing. E.h. Hans-Olaf Henkel, anschließen wird.
Gerd Roellecke
Ehrenmitglied des
Forschungsinstituts für öffentliche Verwaltung
Vom 8. bis 10. Oktober 2001 findet an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer die Jubiläumstagung des Forschungsinstituts für öffentliche Verwaltung zum Thema „Perspektiven der Verwaltungsforschung“ statt. Im Rahmen dieser Tagung wird Professor Dr. Gerd Roellecke von der Universität Mannheim am 8. Oktober um 18 Uhr in der Aula der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer mit der Ehrenmitgliedschaft des Forschungsinstituts ausgezeichnet. Im Anschluss an die Ehrung findet im Foyer der Hochschule ein kleiner Empfang statt.
Jahrestagung der DeGEval 2001 in Speyer
Podiumsdiskussion über die Zukunft von Verwaltungsevaluation
Im Mittelpunkt des letzten Tages des DeGEval-Kongresses an der DHV Speyer stand eine Podiumsdiskussion, auf der die Zukunft der Evaluation von Verwaltungen erörtert wurde. Kernpunkt der kontroversen Debatten war die Bedeutung von externer und interner Begutachtung von Verwaltungshandeln.
Unter der Moderation von Univ.-Prof. Dr. Rudolf Fisch, Rektor der Hochschule, diskutierten Prof. Gerhard Banner, Vorstand der KGSt a.D., Dr. Rudolf Dieckmann, Präsident des Rechnungshofes der Hansestadt Hamburg, MinDirig. Peter Seyfried vom Innenministerium Baden-Württemberg, Dr. Jörg Bogumil, Fern-Universität Hagen, Univ.-Prof. Dr. Hermann Hill, DHV Speyer, und Prof. Dr. Helmut Wollmann, Berliner Humboldt-Universität.
Zwar seien in Deutschland die ersten, wesentlichen Schritte in Richtung der Evaluation von Verwaltungspolitik im Sinne einer Aufgaben-Zweckkritik bereits durch die Schaffung des notwendigen gesetzlichen Rahmens erfolgt. Dennoch gäbe es noch große grundsätzliche Probleme. Traditionell allein auf rechtliche Richtigkeit ihres Handelns hin ausgerichtet, fiele es deutschen Verwaltungen besonders schwer sich auf Kriterien wie Bürgernähe oder Kostengünstigkeit hin umzuorientieren, so Banner. Die genau in diese Umbruchphase fallenden Bestrebungen, mit quantitativen Methoden qualitative Faktoren zu messen, müsse bei den Verwaltungen auf Skepsis stoßen, zumal die politischen Ziele der jeweiligen Evaluation für die Bewerteten oft unklar sind.
So warnte Banner vor einer „Koalition der Schummler“, die sich aus der Janusköpfigkeit jeder Bewertung von Verwaltungshandeln ergeben könnte: Bewertungen sind zwar wichtige Messinstrumente, sie bergen aber politische Gefahren in sich, die am Wert jeder unveröffentlichten und beschönigenden Selbstevaluation zweifeln lassen. Eine unabhängige externe Bewertung muss jedoch vor allem von dem jeweils Evaluierten gewollt werden. Gerade gegen sie rege sich aber der meiste Widerstand, da von ihr Risiken wie die Möglichkeit von Stellen- oder Mittelkürzungen ausgingen.
Dennoch ist ein institutionalisierter öffentlicher Leistungsvergleich, etwa durch Benchmarking wichtig, den Bogumil als möglichen dritten Weg zwischen ungeliebter externer Evaluation oftmals uneffektiven internen Kontrollmechanismen vorstellte. Dieses Konzept verfolgt der von den Univ.-Professoren Dres. Hill und Klages ins Leben gerufene Speyerer Qualitätswettbewerb für öffentliche Verwaltungen schon seit 10 Jahren mit großem Erfolg.
Einigkeit bestand unter allen Diskussionsteilnehmern darüber, dass durch die neuen Steuerungsmodelle in der öffentlichen Verwaltung, durch Controlling, Kosten-Leistung-Rechnung und ein modernes Berichtswesen wichtige Entscheidungsinformationen gesammelt werden können, deren Gewinnung und Auswertung in Zukunft immer wichtiger werden wird. Daher bleibt zielgerichtete Evaluation trotz aller ihr innewohnenden Problematiken ein entscheidendes Instrument für sinnvolles Ressourcenmanagement.
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Wirkungsorientierung statt Durchwursteln
Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Evaluation an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer eröffnet
Nachdem lange Zeit „Durchwursteln“ als Prinzip für Verwaltungshandeln in Deutschland galt, ist es an der Zeit, die Wirkungsrichtung öffentlichen Verwaltungshandelns in den Mittelpunkt zu stellen. Univ.-Professor Dr. Rudolf Fisch, Rektor der DHV Speyer, eröffnete mit dieser Forderung die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Evaluation. Sie findet heute und morgen unter dem Thema „Evaluation in der Verwaltung und Management“ an der DHV Speyer statt.
Rund 200 Evaluationsexperten aus dem deutschsprachigen Raum befassen sich mit allen Facetten der Evaluation, von der Akkreditierung von Studiengängen, Evaluation von Schulprogrammen, Konsequenzen der Forschungsevaluation in Deutschland sowie in besonderem Maße mit Evaluation von Verwaltungspolitik.
Dieses Thema stand im Mittelpunkt des Eröffnungsvortrages des Regierungsrates der Bildungsdirektion Zürich, Professor Dr. Buschor. „New Public Management braucht eine ausgeprägte Evaluationsseite. Dazu gehört ein allgemein anerkanntes Standardset für gute Evaluationen. Wir haben in der Schweiz sehr gute Erfahrungen mit der Einführung von Standards in die allgemeine Auftragsvergabe gemacht“, so Buschor. Die Tagung endet morgen mit einer Podiumsdiskussion über Möglichkeiten und Grenzen von Evaluation (in) der Verwaltungspolitik.