Europa und die Sparkassen im Mittelpunkt der Abendveranstaltung am 29.11.2001 an der DHV
Die Deutsche Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer lädt zu ihrer zweiten Abendveranstaltung im laufenden Wintersemester ein. Am 29. November 2001 wird der Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes Rheinland-Pfalz, Mainz, Hans Otto Streuber, um 19.30 Uhr in der Aula der Hochschule das Thema „Europa und die deutsche Sparkassenorganisation" beleuchten.
Im Rahmen der Veranstaltung wird Univ.-Professor Dr. R. Fisch als Rektor der Hochschule vier Doktoren feierlich ihre Urkunden überreichen. Anschließend findet im Foyer der Hochschule ein Empfang mit Brezeln und Wein statt.
Wie
demokratisch ist unsere Demokratie?
Gastprofessur für Univ.-Professor von Arnim
an der Medizinischen Universität
zu Lübeck
Univ.-Professor Dr. Hans Herbert von Arnim nimmt im Wintersemester 20001/2002 die Gastprofessur an der medizinischen Universität zu Lübeck wahr. Innerhalb des dortigen Studium generale wird von Arnim dort in vier großen Abendvorträgen der Frage nachgehen „Wie demokratisch ist unsere Demokratie?“.
Die Themen der stadtöffentlichen Vorträge lauten: „Demokratie: Krönung der Geschichte?“ (am 22.11.2001), „Wer kümmert sich ums Gemeinwohl? Die Politische Klasse im Parteienstaat“ (4.12.2001), „Politikfinanzierung, Ämterpatronage und politische Korruption: Der Staat als Beute?“ (8.1.2002) und „Demokratie: Regierung durch und für das Volk?“ (22.1.2002).
In den vorangehenden Semestern hatten Günter Grass und Joachim Gauck die Lübecker Gastprofessur inne.
Forschungssymposium des Forschungsinstituts für öffentliche Verwaltung zu Ehren von Univ.-Prof. Dr. Carl Böhret
Das Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung bei der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer veranstaltet am 16. und 17. November 2001 ein Forschungssymposium zu Ehren von Univ.-Prof. Dr. Carl Böhret, das sich mit dem Thema „Folgen von Folgenforschung“ beschäftigen wird.
Univ.-Prof. Dr. Carl Böhret begann nach einer Mechanikerlehre und anschließender Tätigkeit als Techniker in der Entwicklungsabteilung der NSU-Werke AG seine akademische Laufbahn mit dem Studium der Politik- und Wirtschaftswissenschaften an der Freien Universität Berlin, wo er 1965 mit einer wirtschaftspolitologischen Dissertation promoviert wurde. Nach einjährigem Forschungsaufenthalt an der Brookings-Institution in Washington D.C. habilitierte er sich 1970 an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der FU Berlin für das Fach Politikwissenschaft.
Bis 1971 war Carl Böhret im Management von Audi-NSU als Hauptabteilungsleiter für Planung und Koordination tätig; danach wurde er auf den Lehrstuhl für Politikwissenschaft, insbesondere Politische Wirtschaftslehre, der FU Berlin berufen. 1974 folgte er dem Ruf an den neuerrichteten Lehrstuhl für Politikwissenschaft an die Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer. Von 1984 bis 1988 war er Direktor am Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung, für die Amtsperiode 1989 bis 1991 wurde er zum Rektor der Hochschule gewählt.
Im Verlauf seiner akademischen Karriere deckte Carl Böhret ein außergewöhnlich breit gefächertes Forschungsspektrum ab, was ihn zu einem der angesehensten Vertreter der Politologie in der Bundesrepublik werden ließ. Seine Forschungsschwerpunkte reichen von der politischen Theoriebildung über die Regierungslehre, die Staatsreform und Verwaltungsmodernisierung bis zur Policy Analyse und Folgentheorie. Das besondere Kennzeichen der Forschungsergebnisse Carl Böhrets besteht auch in ihrer expliziten Praxisorientierung. Kürzlich erst erschien das von ihm (zusammen mit Dr. Götz Konzendorf) im Auftrag der Bundesregierung erstellte Handbuch der Gesetzesfolgenabschätzung, das erstmalig die zum Großteil an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer entwickelten Methoden einer folgenorientierten Gesetzgebung bündelt und damit zukünftig zum unerlässlichen Vademekum für die Gesetzgebung in Bund und Ländern werden dürfte.
Über seine Tätigkeiten in Forschung und Lehre hinaus ist Carl Böhret ein vielgefragter Ratgeber für zahlreiche wissenschaftliche Institutionen, Beiräte und Kommissionen, aber auch für die öffentliche Verwaltung und die Politik; unter anderem war er von 1994 bis 1999 wissenschaftlicher Leiter der Verwaltungsmodernisierungskommission des Landes Rheinland-Pfalz. Auch der kürzlich erst zwischen Arbeitnehmervertretung und Geschäftsführung vereinbarte Standortsicherungsvertrag eines Ludwigshafener Traditionsunternehmens beruht nicht zuletzt auf der Vermittlungstätigkeit Carl Böhrets, der als vom Ministerpräsidenten Kurt Beck eingesetzter Mediator die Verhandlungen leitete.
Das vom Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung bei der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer veranstaltete Symposium wird sich dem Thema „Folgen von Folgenforschung“ widmen, weil die Etablierung der Folgenforschung als eigenständiger Forschungsbereich in der Bundesrepublik auch maßgeblich auf die Arbeiten Carl Böhrets zurückgeht. Unter den zahlreichen hochrangigen Gästen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Bundes- und Landesbehörden sowie Kommunen, die ihre Teilnahme zugesagt haben, befinden sich der Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz, Kurt Beck, der Vorstandsvorsitzende der BASF AG, Professor Dr. Jürgen Strube, sowie der Chef der rheinland-pfälzischen Staatskanzlei, Klaus Rüter, und viele Wissenschaftler aus dem In- und Ausland.
Semesterbeginn für 516 Hörer an der DHV Speyer
Am Freitag, den 2. November 2001, beginnt für 516 Hörerinnen und Hörer aus allen Bundesländern und 30 ausländischen Staaten wieder der Studienalltag. Unmittelbar nach Abschluss der Einschreibungen werden der neue Rektor der Hochschule, Universitätsprofessor Dr. Rudolf Fisch, und Bürgermeister Hanspeter Brohm die Hörer begrüßen. Die neuen „Speyerer auf Zeit“ werden in den kommenden drei Monaten hier entweder als Referendare ihr verwaltungswissenschaftliches Ergänzungsstudium absolvieren oder ihr Aufbaustudium zum Magister der Verwaltungswissenschaften fortsetzen.
Noch am gleichen Tag wird die Hörerschaft in einer Vollversammlung unter der Leitung der Hörersprecherin des vergangenen Semesters, Kerstin Kern, ihre Vertreter für das Wintersemester 2001/2002 wählen.
Am 5. November 2001 findet dann um 20.00 Uhr in St. Hedwig ein ökumenischer Semesterergottesdienst statt.