| SpeyerBriefe |
Die Woche wird mit einem Training zum Abbau beruflichen Stresses beginnen. Ziel ist es dabei, zeitnah auf Stresssymptome reagieren zu lernen und kurzfristig wirksame Gegenmaßnahmen durch Entspannungsübungen durchzuführen. Geleitet wird dieser Programmpunkt von Dr. med. Ekkehard H. von Brasch.
Die Erfüllung öffentlicher Aufgaben setzt häufig einen systematischen Analyse- und Planungsprozess voraus. Dr. Peter Wordelmann wird am Dienstag in Entscheidungshilfetechniken einführen und dies mit praktischen Aufgaben aus dem Verwaltungsalltag verbinden.
Am Mittwoch vormittag werden die Kollegiaten ihre Projektarbeit zu den Themen „Rolle und Verantwortung von Führungskräften“ und „Führen mit Zielen im Mitarbeitergespräch“ fortsetzen. Unter Verwendung empirischer Erkenntnisse, die sie durch Behördenabfragen gewinnen, erstellen sie Handreichungen für die öffentliche Verwaltung, die zu einer verbesserten Personalführung beitragen sollen. Dabei werden sie von Univ.-Prof. Dr. Rudolf Fisch und Dr. Thomas Gensicke beraten.
In der zweiten Wochenhälfte steht das Zusammenwirken von Ländern und Bund im Mittelpunkt. Bevor Bundestag und Bundesrat nach Berlin umziehen, werden die Kollegiaten eine der letzten Gelegenheiten nutzen, das Ringen um politische Entscheidungen in Bonn zu studieren. In der Vertretung des Landes Rheinland-Pfalz wird der stellvertretende Vorsitzende der F.D.P.-Bundestagsfraktion, Rainer Brüderle, ehemaliger Staatsminister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, zu einem Kamingespräch zur Verfügung stehen.
Wie wir lernen, wird zur Zeit durch neue Medien wie das Internet, CD-ROM oder interaktives Fernsehen offensichtlich verändert. Die traditionellen Methoden für Vermittlung und Aufnahme von Lernstoff wandeln sich in vielerlei Hinsicht. Dies stellt auch die Aus- und Weiterbildung des öffentlichen Dienstes vor manche neue Frage. Das Forum will Gelegenheit geben, Bedarf, Einsatzmöglichkeiten und Voraussetzungen für neue Medien in der Qualifizierung des öffentlichen Dienstes aufzuzeigen und zu diskutieren. Dabei werden praktische Vorführungen von Anwendungsbeispielen für Anschaulichkeit sorgen.
In einem ersten Teil berichten Vertreter der deutschen und schweizerischen Bundes- und Landesverwaltung über Möglichkeiten und Erfahrungen in der Anwendung neuer Medien in der öffentlichen Verwaltung. Neben dem Informationsverbund Bonn-Berlin werden Projekte der Bundesanstalt für Arbeit, der Bundeswehr und des Ministeriums für Verteidigung der Schweiz sowie aus den Landesverwaltungen von Bayern, Berlin und Sachsen-Anhalt vorgestellt. Anschließend präsentieren die Kommunale Gemeinschaftsstelle (KGSt) und der Südwestrundfunk (SWR) neue Ansätze und Beispiele des interaktiven Fernsehens für Qualifikation und Weiterbildung (Business TV).
Im Mittelpunkt des zweiten Tages stehen Praxisberichte aus verschiedenen Bereichen der Privatwirtschaft. Unternehmen der EDV- und Elektronikbranche wie IBM oder Siemens, Vertreter der Dresdner Bank und der D.A.S. Versicherung sowie die Deutsche Post Consult stellen individuelle Konzepte interaktiven Lernens mit modernen Medien vor. In Diskussionen haben die Teilnehmer Gelegenheit, die Übertragbarkeit dieser Modelle auf die öffentliche Verwaltung zu erörtern.
Begleitend zu den Referaten finden Ausstellungen und Demonstrationen von Lernprogrammen und Lernsoftware verschiedener Verwaltungen und Firmen im Foyer der Hochschule statt.
Ziel der Veranstaltung ist es zum einen, Erfahrungen aus der kommunalen Praxis zu verarbeiten und Wege zum Umgang mit dem neuen Recht aufzuzeigen. Zum anderen sollen zukunftsorientiert mögliche Entwicklungen des raumbezogenen Planungsrechts diskutiert werden.
Die Teilnehmer aus allen Bereichen der öffentlichen Verwaltung, der Verwaltungsgerichtsbarkeit, der Wissenschaft und der Wirtschaft werden sich unter anderem mit Referaten zu den Themen „Umweltverträglichkeitsprüfung und raumbezogene Gesamtplanung“, „Möglichkeiten vertraglichen Handelns im Bauplanungsrecht“, „Der Planungsgrundsatz der Nachhaltigkeit“, „Factory Outlet Center“, „Die Einschaltung Dritter in das Bauleitplanverfahren“ sowie „Naturschutzrechtliche Eingriffsregelung und Bauleitplanung“ auseinandersetzen.