Pokal
des Ministerpräsidenten versüßt Abschied von Speyer –
Rektor lobt Hörerschaft
für gute Zusammenarbeit
Mit einem eindrucksvollen Pokal überraschte Rektor Univ.-Prof. Dr. Hermann Hill die Hörerinnen und Hörer der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer heute morgen in der offiziellen Semesterabschlussveranstaltung. Hörersprecher Torsten Barkhaus konnte den von Ministerpräsident Kurt Beck gestifteten Wanderpokal für die Fußballmeisterschaft zwischen der DHV Speyer und der Ecole Nationale d’Administration in Straßburg stellvertretend für die siegreiche Mannschaft entgegennehmen. Die Fußballturniere finden jedes Jahr im Rahmen der Deutsch-Französischen Kolloquien statt. Zuletzt hatte die Mannschaft der DHV Speyer im vergangenen Sommersemester einen Sieg über das französische Team errungen.
„Werden Sie Mitglied im Ehemaligenverzeichnis der DHV Speyer!“, warb Hill zum Abschied bei den Hörern. Mit diesem Netzwerk versucht die Hochschule seit 1994 systematisch, den Kontakt zu ihren Studierenden aufrecht zu erhalten. Der Service reicht von aktuellen Informationen über die DHV bis zu Einladungen zu den Abendvorträgen, den Semesterbällen und den Fortbildungsveranstaltungen. „Es würde mich freuen, den einen oder anderen von Ihnen wieder einmal an der Hochschule zu sehen, zum Beispiel auf meiner Tagung für die Abteilungsleiter der Ministerien“, so Hill mit einem Augenzwinkern.
Der Rektor unterstrich, die Hochschule sei in diesem Semester mit ihren Hörerinnen und Hörern besonders zufrieden gewesen. Aber auch die Hörer hätten die Dozenten und die Serviceleistungen der Hochschule in einer Umfrage mit Traumnoten bewertet. „Diese Ergebnisse sind fast nicht mehr zu schlagen“, freute sich Hill.
Wenn die Hörer manchmal Schwierigkeiten gehabt hätten, die Veranstaltungsräume zu finden, so habe das an der noch andauernden Generalsanierung gelegen. Er bitte hierfür nochmals um Verständnis. Mehrere Veranstaltungen hatten im Wintersemester in der Stadthalle, im Ägidienhaus und im Gemeindezentrum St. Hedwig stattgefunden. Der Rektor nutzte die Gelegenheit und bedankte sich für die tatkräftige Unterstützung, die die Hochschule während der Sanierungsphase von Seiten der Stadt und der Kirchen erhalten habe. „Ohne diese Hilfe hätten wir es nicht geschafft.“, betonte er. Das kommende Sommersemester werde aber auf jeden Fall wieder in den eigenen, modernisierten Räumen stattfinden. Diese sollen am 9. Juni 2001 mit einem Tag der offenen Tür auch der Speyerer Öffentlichkeit präsentiert werden.
Hill bedankte sich auch bei den Hörerinnen und Hörern, die sich in der Hörerschaftsvertretung und in den Gremien engagiert hätten. Die Schaffermahlzeit und den Semesterabschlussball hob er als besonders gelungene Veranstaltungen der Hörerschaft hervor. Er sei selbst erstaunt, wie viele verborgene Talente in diesem Semester zu Tage getreten seien. Der Semesterband dankte Hill ebenfalls für ihre Mitwirkung an der dritten Abendveranstaltung der DHV. „Das war ein schönes Zeichen der Zusammengehörigkeit.“, so Hill.
„Wir haben alle viel gelernt und Freundschaften fürs Leben geschlossen“, resümierte Hörersprecher Torsten Barkhaus und schloss sich den Worten des Rektors an. Der Abschied stimme viele traurig und melancholisch, aber es sei für die meisten eine sehr schöne Zeit hier in Speyer gewesen.
Die meisten Hörer sind Rechtsreferendare aus allen Ländern und waren für drei Monate an die DHV abgeordnet. Sie reisen noch heute nach Hause zurück, um morgen schon wieder den Dienst in der nächsten Station des Referendariats anzutreten. Für die mehr als 30 Aufbauhörer hingegen beginnt jetzt die Prüfungsphase. Sie werden Speyer erst Ende April verlassen, wenn sie die schriftliche und die mündliche Magisterprüfung hinter sich haben.
„Globalisierung
beginnt zu Hause!“
Vortrag
mit Bernhard Jagoda, Präsident der Bundesanstalt für Arbeit zum Thema Beschäftigungspolitik
an der DHV Speyer
Den deutschen Arbeitsmarkt im Zeichen der Globalisierung skizzierte der Präsident der Bundesanstalt für Arbeit, Bernhard Jagoda, am 29. Januar 2001 in seinem Vortrag an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer. Bereits seit vielen Semestern kommt Jagoda an die Hochschule, um den Hörerinnen und Hörern zum Abschluss des Kolloquiums „Arbeitsmarkt und Arbeitsmarktpolitik“ seine persönliche Sicht der Dinge zu präsentieren. Die Veranstaltung führt Jagoda regelmäßig gemeinsam mit dem Referatsleiter Controlling, Führungsinformation und Sonderaufgaben der Bundesanstalt für Arbeit, Dr. Klaus Schuberth, durch.
Zahlreiche Hörerinnen und Hörer und auswärtige Gäste ließen sich von Jagoda zunächst die Entwicklung der Globalisierung bis zum heutigen Tage vor Augen führen. Dabei wurde deutlich, dass sich die Globalisierung heutzutage vor allem durch das ungeheure Tempo auszeichnet, mit dem der technische Fortschritt die Wirtschaft und ihre Innovationen vorantreibt. Auch in Deutschland wehe der Wind des Wettbewerbs rauer, seit die internationale Konkurrenz stärker geworden sei. Bestehende Defizite würden dadurch noch schmerzhafter deutlich.
„Es sind noch viele Hausaufgaben zu machen, um den Arbeitsmarkt wieder in Ordnung zu bringen“, so Jagoda. "Globalisierung beginnt zu Hause!" zitierte er ein englisches Sprichwort als Aufforderung an die Politik, den eigenen Wirtschaftsstandort durch günstige Rahmenbedingungen im internationalen Wettbewerb zu stärken.
In der sozialen Marktwirtschaft seien es vor allem die Unternehmen, die zusätzliche Arbeitsplätze schafften und so einen wichtigen Beitrag zu mehr Beschäftigung leisteten. Aber auch der Staat müsse die Rahmenbedingungen für Investitionen und Existenzgründungen verbessern. Das schaffe nicht nur Arbeitsplätze, sondern stärke auch die Innovationskraft. Die deutsche Volkswirtschaft, die ihren Wohlstand ihrer Innovationskraft und der Produktion von hochwertigen Waren verdanke, bleibe darauf angewiesen, neue Prozesse und Produkte zu entwickeln. „Nicht zuletzt um ein Hochlohnland bleiben zu können, muss die Bundesrepublik auch weiterhin ein Hochtechnologieland sein“, so Jagoda.
Weil Innovationen von Menschen erdacht, entwickelt und umgesetzt würden, seien gut ausgebildete Arbeitnehmer unverzichtbar. Bildung und Ausbildung nannte Jagoda „die Quellen, aus denen ein Hochtechnologieland seine Kraft schöpft“. Individuen müssten dazu befähigt werden, ihre eigenen Lebensvorstellungen mit den Herausforderungen ihres Berufes in Einklang zu bringen und schnell auf Veränderungen zu reagieren. Auch müssten neue Formen der Erwerbstätigkeit und des Erwerbsverhaltens gefunden werden. Diesen Wandel im Beschäftigungssystem müsse ein Umdenken in der Gesellschaft begleiten, das auch mehr Eigeninitiative vom Bürger verlange.
Darin sah Jagoda zugleich eine Herausforderung für die Bundesanstalt für Arbeit in ihrer Marktinformations-, Vermittlungs- und Marktanpassungsfunktion. Sie antworte darauf mit einer Erweiterung ihres Dienstleistungsangebotes insbesondere im Internet.
Born in the 70ies – Semesterabschlussball an der DHV Speyer
Die Stadthalle hatte sich in ein buntes Blumenmeer verwandelt und bot so den passenden Rahmen für den Abschlussball des zu Ende gehenden Wintersemesters 2000/2001 der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer. „Born in the 70ies“ lautete diesmal das Motto. Damit erwartete die Gäste ein Ausflug in das Jahrzehnt, in dem die meisten Hörerinnen und Hörer der DHV das Licht der Welt erblickten und in dem John Travolta mit seiner tänzerischen Interpretation der neuen Disco-Rhythmen zur Kultfigur einer ganzen Generation wurde.
Über 400 Gäste waren der gemeinsamen Einladung der Hörerschaft der Hochschule, des Rektors Hermann Hill und des Oberbürgermeisters Werner Schineller gefolgt: Hörerinnen und Hörer, Professoren und Angestellte der Hochschule feierten so gemeinsam den Abschluss des Wintersemesters. Viele der Studierenden hatten aus diesem Anlass Freunde und Verwandte nach Speyer eingeladen, denen sich die Stadt Speyer und die Hochschule am Samstagabend von ihrer - im wahrsten Sinne des Wortes - glänzendsten Seite zeigten.
Doch nicht nur optisch wurden die Ballbesucher verwöhnt: Auch kulinarisch hatten die Verantwortlichen um Festreferentin Güntje Büntemeyer mächtig auffahren lassen und boten ihren Gästen ein opulentes Büffet. Auf der stets dicht gefüllten Tanzfläche durften dann die Kalorien aber auch gleich wieder abgebaut werden. Dabei heizte die Showband „Sandy“ den Gästen mächtig ein. Die musikalische Palette reichte von klassischer Tanzmusik über die Discomusik der 70er Jahre bis zu modernen Stücken. Mit kleinen Einlagen sorgten ein Opernsänger, ein Klaviersolo, die Semesterband der Hörerschaft sowie ein Turniertanzpaar und weitere Vorführungen immer wieder für Kurzweil.
Trotz der ausgelassenen Stimmung schwang in den Begrüßungsreden von Rektor Prof. Dr. Hermann Hill und Hörersprecher Torsten Barkhaus auch ein wenig Wehmut mit: Immerhin geht in dieser Woche die dreimonatige Vorlesungszeit zu Ende, in der die über 500 Hörer der DHV in Speyer gemeinsam gelebt, gelernt und gelacht hatten.
Wissenschaft
und Gaumenfreuden
Dritte
Speyerer Schaffermahlzeit mit Grünkohl und Vortrag
Eine alte Tradition wiederbeleben, dazu ein top-aktueller Vortrag und das alles für einen guten Zweck: am Donnerstag, 25. Januar, bieten die Landesgruppen Hamburg und Bremen die dritte Auflage der Speyerer Schaffermahlzeit mit Grünkohlessen an. Als Gastredner konnte Prof. Dr. Christopf Degenhart von der Universität Leipzig gewonnen werden. Er wird zum Thema „Rechtsfragen der Versteigerung der UTMS-Linzenzen“ sprechen.
Das Bremer Schaffermahl ist das älteste, heute noch praktizierte Brudermahl der Welt. Seine Geschichte reicht in das Jahr 1545 zurück. Jedes Jahr versammelten sich am zweiten Freitag im Februar rund 300 Kaufleute, Reeder und Kapitäne aus Bremen, sowie ihre Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur in der oberen Halle des gotischen Bremer Rathauses an der sogenannten Neptus-Tafel. Unter Schaffern versteht man die Proviantmeister auf Schiffen.
Die Hörerschaft lädt nun Professoren und Hörer der DHV, Politiker und Repräsentanten aus Wissenschaft und Kultur zu ihrer Schaffermahlzeit ein.
Der Abend beginnt mit einem Aperitif um 18.30 Uhr in der Taberna Academica der Hochschule. Nach dem Vortrag von Prof. Degenhart wird um 20.30 Uhr das traditionelle Grünkohlgericht serviert.
Für Gäste und Professoren kostet der Gaumenschmaus 50 Mark, für Hörer 30 Mark. Der Erlös kommt einem Fonds zur Unterstützung der ausländischen Hörer der Hochschule zugute.
Den
Blick für Europa schärfen
Großbritannien
im Mittelpunkt der Reihe „Europa in Speyer“
Europa nach Speyer holen – das ist das Ziel der Veranstaltungsreihe „Europa in Speyer“, die im vergangenen Jahr an der DHV begonnen hat und nunmehr mit dem Land Großbritannien ihre dritte Neuauflage erfährt. Im zusammenwachsenden Europa wird es immer wichtiger, die europäischen Nachbarn, ihre Verwaltungskultur und Verwaltungssysteme besser kennen zu lernen. Auch die DHV Speyer ist daher bestrebt, ihre europabezogene Ausrichtung weiter zu verstärken. Nachdem in den vergangenen Semestern die Verwaltungssysteme Frankreichs und Belgiens näher beleuchtet wurde, wird die Reihe nun am Donnerstag, 25. Januar, 10 Uhr, in den Räumen der DHV Speyer fortgesetzt.
Nach der Begrüßung durch den Rektor, Univ.-Prof. Dr. Hermann Hill, wird Jeremy Cowper, Head of the Modernising Government Unit in the Cabinet Office, über die Modernisierung der Staatsverwaltung in Großbritannien referieren, bevor Barry Quirk, Chief Executive of Lewisham, die Reform der Verwaltung aus lokaler Sicht beleuchtet.
Danach wird Prof. Dr. Tony Bovaird von der University of the West of England, Bristol, die Erfolge des Modernisierungsprozesses in Großbritannien sowie die Möglichkeiten der Übertragbarkeit auf das deutsche Verwaltungssystem analysieren.
Im Anschluss an die Vorträge besteht Gelegenheit zur Diskussion.
Die Veranstaltung wird simultan übersetzt.
Indien
Thema beim Abschlussessen der Professoren
Lehrstuhlinhaber
der DHV Speyer informieren sich über Heimatländer ihrer Hörer
Neun Prozent der Hörer der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer sind ausländischer Herkunft. Dass die Professoren der Hochschule ein großes Interesse an ihren ausländischen Hörern und deren Heimatländern haben, beweist eine besondere Geste: Seit dem letzten Semester stellen die Lehrstuhlinhaber bei ihrem traditionellen Abschlussessen zum Ende des Semesters das Heimatland eines der ausländischen Hörer in den Mittelpunkt.
Ein Hörer soll die Landeskultur, Verwaltungsorganisation und den Staatsaufbau des Landes vorstellen. Der Abend soll insgesamt unter dem Motto des jeweiligen Landes stehen.
In diesem Semester soll dies Indien sein. Der EDV-Referent der Hörerschaft, Ananda Sarma aus Indien, wird über das Land informieren. Zu dem Abschlussessen am 24. Januar in einem indischen Restaurant wird auch der indische Generalkonsul, Tsewang Topden, erwartet.
Was
die Wirtschaft von der Verwaltung erwartet
Hewlett-Packard-Aufsichtsratsvorsitzender
zu Vortrag in Speyer
Welche Anforderungen stellt die Wirtschaft an die öffentliche Verwaltung? Dieses Thema wird der Aufsichtsratsvorsitzende der Firma Hewlett-Packard GmbH, Böblingen, Jörg Menno Harms, am 23. Januar bei einem Vortrag der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer beleuchten.
„Unternehmen schätzen ein positives, unterstützendes Geschäftsklima in einer Region“, so Harms. Kritisch würden exzessive Auflagen und Regulierungen, eine unverständliche Amtsprache sowie tradiertes Obrigkeitsverhalten bewertet. Umgekehrt gebe es viele positive Beispiele der Zusammenarbeit von öffentlichen und privaten Unternehmen, sogenannte public-private partnerships. Diese seien eine sinnvolle Möglichkeit, den Arbeitsmarkt oder die Ansiedelung moderner Dienstleistungen in einer Region zu stärken und somit den jeweiligen Standort.
Der 61-jährige gebürtige Holsteiner ist seit 1968 bei der Hewlett-Packard GmbH tätig. Nach seinen Funktionen als Vertriebsleiter Deutschland für Medizinelektronik, Marketingmanager und Division Manager der Medical Division, General Manager der Medical Products für Europa, Afrika und den Mittleren Osten wurde er 1988 Geschäftsführer der Firma. 1993 wurde Harms Vorsitzender der Geschäftsführung, seit Mai 2000 fungiert er als Aufsichtsratsvorsitzender.
Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr in der Aula des Nikolaus-von-Weis-Gymnasiums.