Das Wintersemester an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften
Speyer neigt sich dem Ende zu. Am Freitag, 28. Januar, dem letzten Tag
der Vorlesungszeit, verabschiedet der Rektor der Hochschule, Professor
Dr. Hermann Hill, offiziell die zirka 550 Hörer dieses Semesters mit
einem Rückblick auf das vergangene Semester und mit den besten Wünschen
für die anstehenden Examen und den weiteren Lebensweg. Anschließend
wird eine kurze Ansprache des Hörersprechers, Dietrich Knopp, folgen.
Die Abschlussveranstaltung beginnt um 9 Uhr in der Aula der Hochschule.
Unter der wissenschaftlichen Leitung von Univ.-Prof. Dr. Siegfried
Magiera findet an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften
Speyer am Dienstag, 25. Januar 2000, von 14.00 bis 16.30 Uhr, im Vortragssaal
des Tagungsgebäudes eine Veranstaltung mit dem Thema „Wie geht es
weiter mit Europa? Zum Auftakt der Regierungskonferenz 2000“ statt.
Aufgabe dieser Konferenz ist es, die Verträge über die Europäische Union so zu reformieren, dass die Union für eine Aufnahme von fünf, zehn oder mehr neuen Mitgliedstaaten gerüstet ist. Offen ist noch, welche Punkte auf der Tagesordnung stehen werden. So wird von vielen Mitgliedstaaten gefordert, dass die Konferenz nur die „Left-overs“ von Amsterdam aufgreift, sich also auf die Anpassung der Organe und Verfahren an die „Erweiterungsbedürfnisse“ beschränkt. Vielfach wird jedoch gefordert, weitere Fragen in die Konferenz einzubeziehen, wie z.B. die Schaffung eines europäischen Grundrechtskatalogs, die Stärkung der europäischen Außen und Verteidigungspolitik.
Die Hochschule Speyer konnte für diese Veranstaltung zwei ausgewiesene
Europaexperten gewinnen, die an der Konferenzvorbereitung maßgeblich
beteiligt sind und deshalb über eine aktuelle Entwicklung aus erster
Hand informieren können: Jo Leinen, Minister a.D., Mitglied des Europäischen
Parlamentes, und dort Berichterstatter für die Regierungskonferenz
2000, sowie Dr. Otto Schunck, Leiter der Abteilung Europa in der Vertretung
des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund, mit der Funktion des Länderbeobachters
für die Regierungskonferenz 2000. Im Anschluss an die Vorträge
stehen die Referenten für Fragen und Anmerkungen zur Verfügung.
Der Eintritt ist frei.
Kulinarische Genüsse, dabei die Wissenschaft pflegen und gleichzeitig
noch etwas Gutes tun: Das alles verbindet die „Schaffermahlzeit“, die die
Hörer der Landesgruppen Bremen und Hamburg an der Deutschen Hochschule
für Verwaltungswissenschaften Speyer am kommenden Montag, 24. Januar
2000, anbieten. Mit einem Aperitif beginnt das Event um 18.30 Uhr in der
Taberna akademica. Der Wissenschaft wird um 19 Uhr mit einem Vortrag des
Gründungsrektors der ersten privatfinanzierten juristischen Universität
in Deutschland, Prof. Dr. Hein Kötz, Rechnung getragen. Kötz
referiert zum Thema „Eine neue Hochschule für Rechtswissenschaften
in Hamburg: die Bucerius Law School“. An diesem privaten Modell werden
sich künftig zunehmend auch staatliche Hochschulen messen lassen müssen.
Um 20 Uhr wird die typisch norddeutsche Spezialität „Grünkohl
und Pinkel“ serviert. Zum Dessert winkt Rote Grütze.
Für Gäste und Professoren kostet der Gaumenschmaus 50 Mark,
für Hörer 30 Mark. Mit dem Erlös wird ein Fonds zur finanziellen
Unterstützung ausländischer Hörer und Doktoranden an der
Hochschule eingerichtet.
„Die Zukunft der Arbeit: Mehr Beschäftigung ist möglich“-
Weshalb, das erläutert der Präsident der Bundesanstalt für
Arbeit, Bernhard Jagoda, am kommenden Montag, 24. Januar, 10.30 Uhr im
AudiMax der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften in
Speyer. Im Anschluss daran besteht die Möglichkeit zur Diskussion.
Der Vortrag ist Teil des Kolloquiums „Arbeitsmarkt und Arbeitsmarktpolitik
– Eine Einführung“, das Jagoda zusammen mit Dr. Klaus Schuberth an
der Hochschule anbietet. Neben den Hörern und Mitarbeitern der Hochschule
sind auch alle interessierten Bürger zu der Veranstaltung eingeladen.
Unter dem Motto „Ein Wintermärchen – Tanz im Eispalast“ steht
der Winterball der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften
Speyer am Freitag, 21. Januar, 19 Uhr, in der Aula der Hochschule. Die
Gäste werden zu einem rauschenden Fest in den Eispalast der Schneekönigin
entführt.
Der Rektor der Hochschule, Univ.-Prof. Dr. Hermann Hill, der Oberbürgermeister der Stadt Speyer und Erste Vorsitzende der Hochschulvereinigung Speyer e.V., Werner Schineller, sowie der Hörersprecher Dietrich Knopp und die Festreferentin Ina Wolter laden hierzu die gesamte Hörerschaft, die Mitarbeiter der Hochschule sowie alle Freunde und Förderer ein. Mit einer schwungvollen Band, einem reichhaltigen Buffet und einigen Showeinlagen wird das Wintersemester 1999/2000 damit seinen festlichen Abschluss finden.
Einlasskarten sind an der Abendkasse für 40,-- DM erhältlich.
Wie geht es nach der juristischen Ausbildung weiter, fragen sich
viele Rechtsreferendare. Die Deutsche Hochschule für Verwaltungswissenschaften
Speyer eröffnet ihren Hörern auch Perspektiven für die Zeit
nach Speyer. In der sogenannten „Orientierungsphase II“ zum Ende des Semesters
präsentieren sich daher potentielle Arbeitgeber an der Hochschule.
Der Kreis der öffentlichen Einrichtungen und Unternehmen, die sich
beteiligen, reicht von der Oberfinanzdirektion Koblenz über die Deutsche
Bank AG, die Arthur Andersen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und die
BASF bis hin zur Europäischen Kommission. Die Jobbörse startet
am kommenden Donnerstag, 20. Januar, um 16.15 Uhr im Auditorium
Maximum der Hochschule. Die Vertreter der einzelnen Einrichtungen haben
Gelegenheit, in einer jeweils 15-minütigen Präsentation das entsprechende
Berufsbild und die Tätigkeitsfelder ihrer Einrichtung sowie die Anforderungen
an die Mitarbeiter vorzustellen. Im Foyer der Hochschule sind die einzelnen
Institutionen außerdem mit Informationsständen vertreten. Hier
besteht für die Hörer die Möglichkeit zum persönlichen
Gespräch.
16.30 Uhr Oberfinanzdirektion
Koblenz
Herr Werner Nägler, Leiter Referendar-Arbeitsgemeinschaft Steuern
Herr Jürgen Kentenich, Leiter Personalgruppe
16.45 Uhr Deutsche
Bank AG
Frau Dr. Birgit Hoock, Hochschulmarketing, Stuttgart
17.00 Uhr Frankfurter
Allianz
Herr Thomas Müller-Schlögel, Leiter Personalentwicklung,
Direktion Frankfurt
17.15 Uhr Debeka
Versicherungen-Bausparkasse
Herr Gerd Roth, Geschäftsstellenleiter Ludwigshafen
17.30 Uhr MLP Finanzdienstleistungen
AG
Herr Ottmar Weber, Geschäftsstellenleiter Ludwigshafen
17.45 Uhr Arthur
Andersen
Frau Sabine Möhring
18.00 Uhr KPMG Wirtschaftsprüfung,
Frankfurt
Herr Torsten Hauptmann, Manager
18.15 Uhr Kienbaum
Management Consultants GmbH
Herr Philipp von Haehling, Fachberater Public Management
18.30 Uhr BASF AG,
Ludwigshafen
Frau Dr. Ulrike Fleck, Rechtsabteilung
18.45 Uhr Sozietät
Hengeler u. Partner, Frankfurt
Frau Dr. Birgit Spießhofer, Fachbereich Öffentliches
Recht
19.00 Uhr Sozietät
Freshfields Deringer, Köln
Herr Dr. Ludger Giesberts, LL.M.
19.15 Uhr Sozietät
Clifford Chance Pünder, Düsseldorf
Herr Rechtsanwalt Martin Schulte
19.30 Uhr Sozietät
Bruckhaus Westrick Heller Löber, Düsseldorf
Herr Rechtsanwalt Dr. Posser
Der niedersächsische Datenschutzbeauftragte Burckhard Nedden
referiert am Dienstag, den 18. Januar 2000 um 14.00 Uhr im Audi max der
Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer zum Thema
„Von der Verwaltungsreform zur Staatsmodernisierung – die niedersächsische
Landesverwaltung im Umbruch“.
Der Vortrag findet im Rahmen der Vorlesung „Einführung in die Verwaltungswissenschaft: Verwaltung im Umbruch“ statt, welche vom Rektor der Hochschule, Univ.-Prof. Dr. Hermann Hill, durchgeführt wird. Neben den Hörerinnen und Hörern der Hochschule ist auch die breite Öffentlichkeit eingeladen.
In Form eines Werkstattberichts wird der Landesdatenschutzbeauftragte
Nedden über Erfolge, Schwierigkeiten und Zukunftsperspektiven der
Verwaltungsmodernisierung in Niedersachsen berichten. Als Beispiele für
Reformansätze wird Nedden u.a. die geplante Verschlankung der Ministerien,
den Prozess des „benchmarking“ im Sinne eines Vergleichs von Steuerungsmodellen
sowie den Begriff des aktivierenden Staats erläutern. Damit knüpft
Neddens Bericht inhaltlich an den Abendvortrag von Staatssekretärin
Brigitte Zypries an, die am 13. Januar 2000 an der Hochschule über
die Verwaltungsmodernisierung der Bundesregierung referierte.