Februar 2000
Rechtsberater des mongolischen Staatschefs in Speyer. Juristen-Delegation an der DHV (29.2.2000) 
CDU-Krise: Kulminierung von Macht- und Eigeninteressen - Prof. von Arnim im ZDF zur politischen Lage des Landes
„Elch-Test“ fürs Gesetz. Gesetzesfolgenabschätzung wird in Bundestags-Ausschuss diskutiert am 24. Februar 2000
Das Land zukunftsfähig machen. TOP-Seminar für Abteilungsleiter in Ministerien mit Info-Markt  vom 17. bis 17.02.2000 an der DHV
Wer wird neuer Staatschef in den USA? Transatlantisches Forum an der DHV zum Wahlkampf in Amerika vom 16. bis 18. Februar 2000 an der DHV
Speyerer Entwurf eines Mustergesetzes. Workshop mit Bundes- und Landespolitikern am 11. Februar 2000 an der DHV
Fortbildungsveranstaltung „Projektmanagement und Zusammenarbeit in Projektgruppen“ vom 7. bis 9. Februar 2000 an der DHV
An der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer den Magister erwerben


Rechtsberater des mongolischen Staatschefs in Speyer
Juristen-Delegation an der DHV


Die Domstadt erwartet wieder einmal hohen Besuch: Dieses Mal zwar keinen Staatschef, aber immerhin seine Berater. Am Dienstag, 29. Februar 2000, besucht eine 12-köpfige Delegation Speyer und die dortige Deutsche Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer. Kopf der Gruppe ist Dr. Biraa Chimid, bis 1982 Justizminister der Mongolei und seit zwei Jahren Rechtsberater des Ministerpräsidenten. Ihn begleiten weitere Parlamentsmitglieder, ehemalige Minister und Dozenten am Rechtsinstitut der Staatsuniversität Ulan Bator der Mongolei.

Gegen 9 Uhr werden die Gäste an der Hochschule erwartet und von Prorekor Univ.-Prof. Dr. Siegfried Magiera begrüßt. Univ.-Prof. Dr. Rainer Pitschas erläutert, wie die rechtsstaatliche öffentliche Verwaltung in Deutschland aufgebaut ist. Univ.-Prof. Dr. Karl-Peter Sommermann referiert zum Thema Ethik im öffentlichen Dienst und Univ.-Prof. Dr. Jan Ziekow spricht zur Verwaltungsgerichtsbarkeit und -kontrolle.

Die Delegation weilt auf Einladung der Hanns-Seidel-Stiftung München vom 20. Februar bis 5. März in Deutschland. Weitere Stationen ihres Aufenthaltes sind die Hauptstadt, die Universitäten Bayreuth und München sowie das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Technologie und Verkehr.


CDU-Krise: Kulminierung von Macht- und Eigeninteressen 
Prof. von Arnim im ZDF zur politischen Lage des Landes

„Die augenblickliche CDU-Krise ist eine Kulminierung von Macht- und Eigeninteressen der politischen Klasse“. So kommentierte der Verfassungsrechtler Prof. Dr. Hans Herbert von Arnim, Professor an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer, heute im ZDF-Morgenmagazin die aktuelle politische Lage. Jeder Bürger frage sich, warum das Verhalten Kohls nicht strafrechtlich sanktioniert werde. Die Parteienfinanzierungskommission unter Richard von Weizsäcker, der auch von Arnim angehörte, habe 1993 die Strafbarkeit solcher Verstöße gefordert – erfolglos. „Als unter Kohl und Kanther dann ein neues Gesetz gemacht wurde, wussten sie offenbar, welche Leichen sie im Keller haben“, so von Arnim.
Mehr Demokratie könne es nur geben, wenn die politische Klasse kontrolliert werde. „Wir müssen das Wahlsystem durchlässiger machen“, sagte von Arnim. Der Einfluss der Bürger auf die Kandidaten müsse gestärkt werden. Als Beispiel nannte er den Wahlkampf im Wahlkreis Ludwigshafen. Obgleich sich Doris Barnett gegen Kohl durchsetzte, kam Kohl dennoch per Liste in den Bundestag. „Damit war alles bloßes Wahlgetöse“, sagte von Arnim. Exekutivspitzen sollten deshalb direkt gewählt werden. Wie in Rheinland-Pfalz die Bürgermeister, sollten die Bürger auch Ministerpräsidenten direkt bestimmen können. „Dann kann nicht plötzlich ein Kandidat auftauchen, den keiner kennt“.
Von Arnims Thesen sind auch in seinem neuen Buch „Vom schönen Schein der Demokratie“ nachzulesen, das er heute in Berlin vorstellt.



„Elch-Test“ fürs Gesetz 
Gesetzesfolgenabschätzung wird in Bundestags-Ausschuss diskutiert


Wird ein neues Produkt auf den Markt gebracht, etwa ein Auto, werden Fahrverhalten, Kosten und seine Qualität im Vorfeld getestet. Selten so bisher bei Gesetzen. Um Auswirkungen, Kosten, Wirksamkeit und Nutzen schon vorher beurteilen zu können, hat das Land Rheinland-Pfalz in Zusammenarbeit mit der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer deshalb ein praktikables Verfahren zur sogenannten Gesetzesfolgenabschätzung (GFA) erprobt und zwar zu einem geplanten Landeswaldgesetz. Noch bevor der Referenten-Entwurf vorlag, wurden verschiedene Regelungsmöglichkeiten und deren Effekte abgeschätzt und die günstigste Alternative ermittelt.

Mit dem „Elch-Test“ fürs Gesetz, wie im rheinland-pfälzischen Umweltministerium die prospektive, also vorausschauende, Abschätzung genannt wird, wird anhand verschiedener möglicher Alternativen untersucht, ob das Gesetz sich auch so auswirkt, wie vom Gesetzgeber gewollt, ob es vom Bürger verstanden wird und ob es mehr Kosten verursacht als geplant.

Eine weitere Möglichkeit ist die begleitende GFA, mit der ein bereits vorliegendes, aber noch nicht verabschiedetes Gesetz überprüft wird – vor allem in Hinblick auf Verständlichkeit und Nutzen – sowie die retrospektive, also nachträgliche Abschätzung, bei der die tatsächlichen Folgen unter die Lupe genommen werden. Bei diesem sogenannten Gesetzes-Controlling wird erforscht, ob sich das Gesetz in der Praxis bewährt hat.

Im Februar stellte Prof. Dr. Carl Böhret von der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer das Verfahren in einer Enquete-Kommission des baden-württembergischen Landtags vor. Intensiv wurde darüber diskutiert, wie bei mittleren und kleineren Unternehmen Bürokratiekosten gesenkt und ob sie mithilfe der GFA-Methode vorher erkannt und abgeschätzt werden können.

Am vergangenen Donnerstag (24.2.) hat Böhret die Erfahrungen mit der GFA im Ausschuss für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung des Deutschen Bundestages vorgestellt.


Das Land zukunftsfähig machen
TOP-Seminar für Abteilungsleiter in Ministerien mit Info-Markt


Wie mache ich mein Land zukunftsfähig, und welche Rolle spielt dabei die Kommunikation? Darüber diskutierten zwei Tage lang über 80 Abteilungsleiter verschiedener Ministerien aus Bund und Ländern. Erstmalig veranstaltete die Deutsche Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer unter der wissenschaftlichen Leitung von Univ.-Prof. Dr. Hermann Hill ein Seminar ausschließlich für solche Führungskräfte.
Dass es sich um ein auf den Teilnehmerkreis speziell zugeschnittenes Programm handelte, zeigte sich schon bei dem Thema des ersten Referates von Leitendem Ministerialrat Herbert Köpnick, Bayerisches Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen, München über ein strategisches Managementsystem in Ministerien. Die Einführung von Kosten- und Leistungsrechnung und ein begleitendes Controlling, das auf kommunaler Ebene oder in Behörden bei Routineaufgaben unterstützen soll, ist für Ministerien oftmals ungeeignet. Daher wurde in der bayrischen Behörde ein „Strategischen Managementsystems“ eingeführt. Mithilfe dieses Systems – in Deutschland ist es laut Köpnick bislang einzigartig - wird der geschäftspolitische Rahmen als Gesamtstrategie bis auf Referatsebene in einzelne Arbeitsschritte untergliedert.
Debattierfreundig zeigten sich die Teilnehmer beim Vortrag von Ministerialdirigent Dr. Wolfgang Roters, Ministerium für Arbeit, Soziales und Stadtentwicklung, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen zum Thema „Möglichkeiten zur Überwindung von Ressortegoismen bei komplexen Regierungsaufgaben als eines der zentralen Probleme von Führungskräften in Ministerien“. Am Beispiel des Projektes IBA-Emscher Park, zeigte er, dass mit der Bildung von Agenturen, in denen die Ministerien, Vertreter der Wirtschaft und gesellschaftlicher Gruppen gemeinsam Projekte planen und realisieren, „Hausinteressen“ kanalisiert werden können.
Als „Anstiftung zum Ungewöhnlichen“ verstand Dr. Rolf Berth, Geschäftsführender Gesellschafter der Akademie Schloss Garath, Düsseldorf, seinen Bericht über eine Untersuchung, die sich mit dem Zusammenhang von Innovation, Kommunikation und sozialem Verhalten befasste. Zwar bezog sich die Untersuchung in erster Linie auf Wirtschaftsunternehmen, doch die Gründe, warum einige Unternehmen erfolgreicher sind als andere, sind auch für öffentliche Verwaltungen von Bedeutung. Insbesondere wenn es um die Frage geht, wie Kommunikation gestaltet werden muss, wenn 83 Prozent der Kommunikation als nutzlos angesehen werden.
Kontrovers diskutierten die Abteilungsleiter die Ausführungen von Staatssekretär a.D. Dr. Herbert Mandelartz, ehem. Innenministerium des Saarlandes, zum Geschäftsbericht als Teil der Regierungskommunikation. Im Mittelpunkt stand vor allem die Frage: Was unterscheidet den Geschäftsbericht von der Öffentlichkeitsarbeit eines Ministeriums und wie kann mithilfe eines Geschäftsberichts die Kommunikation innerhalb der Regierung und mit dem Bürger positiv beeinflusst werden? Mandelartz räumte zwar ein, dass der Geschäftsbericht, der im Juli 1999 vom saarländischen Innenministerium erstmalig vorgelegt wurde, an einigen Stellen verbesserungswürdig sei, allerdings habe es sich dabei um einen ersten Versuch gehandelt. Eine Fortsetzung sei von der damaligen Regierung geplant gewesen. Allerdings sei für jeden Bericht ein anderer Schwerpunkt vorgesehen gewesen. 1999 habe man die Aufmerksamkeit auf den Bereich Sicherheit gelegt, der Folgebericht hätte etwa die Kommunalpolitik oder das Dienstrecht intensiver behandelt. Ziel sei es, sowohl innerhalb der Behörde als auch im Verhältnis zum Bürger „Akzeptanz durch Transparenz“ zu gewinnen, sagte Mandelartz. Dazu könne ein Geschäftsbericht einen Beitrag leisten.
„Wissen ist der Produktionsfaktor, der sich durch Teilung vermehrt“. Diese Aussage – stand im Mittelpunkt des Referats von Gustav Greve, Vize Präsident Europa der Arthur D. Little International, Berlin, das sich mit der Umsetzung von Wissensmanagement befasste. Wie viel Wissen bei Mitarbeitern in Organisationen vorhanden ist, warum es zu wenig genutzt wird und welche Auswirkungen das auf die Außendarstellung hat, sind Themen, mit denen sich nicht mehr nur Wirtschaftsunternehmen befassen, sondern zunehmend auch Verwaltungen. Allerdings müssten dann die Mitarbeiter auch bereit zum Umdenken sein. Voraussetzung sei die Bereitschaft, eigenes Wissen mit anderen zu teilen und verstärkt im Team zu arbeiten.
Als „Feuerwerk an neuen Ideen“ bezeichnete Hill die Ausführungen von Dipl.-Ing. Alfons Rissberger, Geschäftsführer des Datenverarbeitungszentrums Mecklenburg-Vorpommern GmbH, Schwerin, über Führungskräfte und Informationstechnik. Rissberger, der Topmanager in die Geheimnisse des PCs und der Informationstechnik einweist, entwart ein Szenario der Informationsgesellschaft, in der jede Organisation zu scheitern droht, die sich neuen Entwicklung nicht offensiv stellt. Dass sich gerade auch Führungskräfte für die digitale Signatur, E-Government und E-Commerce interessieren müssten und sich der Informationstechnik nicht verschließen dürften, ergebe sich nicht zuletzt aus ihrer Stellung als strategische Planer, um Entwicklungen der Zukunft rechtzeitig zu erkennen und zu nutzen.
Neben den Fachvorträgen wurden den Teilnehmern bei einer Informations-Börse am Rande der Tagung verschiedene Projekte der Hochschule und des Forschungsinstituts für Öffentliche Verwaltung präsentiert.
 


Wer wird neuer Staatschef in den USA?
Transatlantisches Forum an der DHV zum Wahlkampf in Amerika

Wer wird der Nachfolger Bill Clintons? Diese und andere Fragen beschäftigten drei Tage lang die über 80 Teilnehmer des „Transatlantischen Forums“ an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer. Der Präsidentschaftswahlkampf, aber auch Wahlen in Einzelstaaten, standen im Mittelpunkt der Veranstaltung, die unter der wissenschaftlichen Leitung von Univ.-Prof. Dr. Siegfried Magiera stand und zusammen mit der Atlantischen Akademie Rheinland-Pfalz organisiert wurde. Ziel war es, umfassend zur Vorwahl und dem Wahlsystem, Kandidaten und Programmen sowie der Wahlkampfführung und –finanzierung zu informieren. Als Referenten konnten namhafte Professoren aus dem In- und Ausland, wie etwa Prof. Dr. Arthur Gunlicks von der University of Richmond, gewonnen werden.
„Was kommt nach Clinton“, fragte Prof. Dr. Hartmut Wasser von der Pädagogischen Hochschule Weingarten und das System der Präsidentschaft- und Kongresswahlen erklärte Dr. Gerd Mielke von der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz. Im November dürfen die Amerikaner über einen neuen Präsidenten entscheiden. Während viele glaubten, dass die Entscheidung zwischen dem derzeitigen Vizepräsidenten Al Gore und dem Ex-Präsidentensohn George W. Bush schon zugunsten Bushs gefallen sei, hätten die ersten Vorwahlen in New Hampshire gezeigt, dass noch alles offen ist. Die nächsten Wahlen der Republikaner finden am morgigen Samstag in South Carolina statt – dem Partnerstaat von Rheinland-Pfalz. Von diesen werde einiges abhängen.
Wie unterschiedlich der Wahlkampf in Deutschland und den USA funktioniert, aber auch dass sich beide Systeme zunehmend annäherten, wurde in der Abschlussdiskussion deutlich. Auf dem Podium: Prof. Dr. Hans-Joachim Veen von der Konrad-Adenauer-Stiftung, Harry Walter, langjähriger Wahlkampfmanager für die SPD, sowie Brent Goff, Journalist bei CNN Berlin. Beim letzten Bundestagswahlkampf habe sich gezeigt, dass die Kampagnen immer professioneller würden und nach dem Vorbild der USA abliefen. Die SPD habe verstärkt neue Medien genutzt, ihren Kandidaten bestens auf Begegnungen mit Journalisten vorbereitet und mit zunehmend kommerzielleren Formen wie etwa einem Wahlspot, der auf der „Enterprise“ spielt, auch jüngere Wähler angesprochen, erläuterte Goff.
Veen verwies darauf, dass die Gruppe der Wechselwähler immer größer werde. Um diese zu mobilisieren, müssten auch in Deutschland verstärkt Medienwahlkämpfe mit besonderen, tv-tauglichen Ereignissen und stärker an Personen orientiert, geführt werden. Allerdings sei zu klären, wo die Grenzen einer „Negativ-Kampagne“, der persönlichen Herabwürdigung des politischen Gegners, liegen.
Konsens bestand darüber, dass in Deutschland ein Wahlkampf, der einem in Amerika genau gleicht, kaum denkbar sei. Schon wegen der im Grundgesetz verankerten Rolle der Parteien sei ein reiner Personenwahlkampf in Deutschland unwahrscheinlicher. Andererseits bedeute Professionalisierung auch zugleich Amerikanisierung. Inhalte blieben dabei in 20-Sekunden-Spots meist auf der Strecke.


Speyerer Entwurf eines Mustergesetzes. Workshop mit Bundes- und Landespolitikern

Die Rolle der Landesparlamente neu zu definieren, ihnen eine größere Einflussnahme auf die Inhalte und Ziele der Politik zu ermöglichen und die Formen der Zusammenarbeit zwischen Landtag und Landesregierung neu zu bestimmen, sind die Ziele eines Mustergesetzes, das zur Zeit an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer entworfen wird. In den vergangenen Jahren sind in der Kommunalverwaltung, aber auch den Ministerien Elemente des sogenannten Neuen Steuerungsmodells, wie beispielsweise die Kosten-Leistungsrechnung oder die Budgetierung, eingeführt worden. Diese berühren auch die Zusammenarbeit zwischen Landtag und Landesregierung. Deshalb ist es nötig, ein rechtliches Instrumentarium, ein Rahmengesetz, zu entwickeln, das die Kontrolle und Steuerung der Regierung durch den Landtag regelt.

Der „Speyerer Entwurf eines Mustergesetzes für eine Parlamentarische Steuerungsordnung“ soll im September vorgestellt werden. Am Freitag, 11. Februar, fand hierzu ein Vorbereitungsworkshop an der Hochschule statt, zu dem Bundes- und Landtagsabgeordnete, Angehörige von Ministerien und Regierungen sowie Rechnungshofpräsidenten und Wissenschaftler verschiedener deutscher Universitäten erwartet wurden. Es wurde darüber beraten, welche Themen aus der bisherigen Zusammenarbeit zwischen Parlament und Regierung in einem Gesetzentwurf enthalten sein sollten. Der fertige Speyerer Entwurf soll Mitte nächsten Jahres vorliegen und könnte dann den Landtagen als Muster für eigene Gesetzentwürfe dienen.


Komplexe Aufgaben gemeinsam lösen
Fortbildungsveranstaltung „Projektmanagement und 
Zusammenarbeit in Projektgruppen“ an der DHV

Wenn in einer Verwaltung komplexe Aufgaben gelöst werden sollen und dabei der Sachverstand von Mitarbeitern aus unterschiedlichsten Bereichen gefragt ist, bietet sich die Einrichtung von Projektgruppen an. So geschehen auch beim Umzug des Parlaments und der Bundesregierung von Bonn nach Berlin. Wie dieses Großvorhaben mit Hilfe von Projektmanagement gemeistert wurde, erläutert Ministerialdirigent Klaus Westkamp, Beauftragter der Bundesregierung für den Berlin-Umzug, im Rahmen des Seminars „Projektmanagement und Zusammenarbeit in Projektgruppen“, das unter Leitung von Prof. Dr. Rudolf Fisch vom 7. bis 9. Februar an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer angeboten wird.

Die Veranstaltung richtet sich an Projektleiter und Projektmitglieder in der öffentlichen Verwaltung, die bereits Erfahrungen in der Projektarbeit haben und die diese gerne erweitern möchten. Der Organisationspsychologe Prof. Dr. Conny Antoni von der Universität Trier wird zum Wissensstand über Gruppenarbeit als neue Arbeitsform referieren. Prof. Dr. Hans Georg Gemünden, Leiter des Instituts für Angewandte BWL und Unternehmensführung an der Universität Karlsruhe, spricht zum Thema „Projektmanagement und Innovationsmanagement“ und Prof. Dr. Fisch befasst sich in einem Vortrag mit der Psychologie des Projektleiters. Den Teilnehmern der Fortbildungsveranstaltung wird darüber hinaus in einem „Rundgespräch“ ein Erfahrungsaustausch mit projekterfahrenen Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung ermöglicht.


An der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer 
den Magister erwerben


Absolventen der Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie verwandter Disziplinen haben jetzt wieder die Möglichkeit, sich in einem einen einjährigen interdisziplinären Studiengang an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer zum Magister der Verwaltungswissenschaften (Mag.rer.publ.) zu qualifizieren.

Mit dem Verwaltungswissenschaftlichen Aufbaustudium bietet die Hochschule Speyer besonders qualifizierten Hochschulabsolventen aus den genannten Fachrichtungen die Gelegenheit, Kenntnisse und Fähigkeiten zu erwerben, die in der Verwaltung von Bund, Ländern und Gemeinden, in internationalen Organisationen, Verbänden und sonstigen öffentlichen Einrichtungen erwartet werden. Gleichzeitig sollen die bisher im Studium erworbenen Kenntnisse auf interdisziplinärer Grundlage weitergeführt und vertieft werden.

Das Aufbaustudium gliedert sich in einen obligatorischen verwaltungswissenschaftlichen Kern-Bereich und einen Ergänzungsbereich. Als Kernbereich für das Studienjahr kann einer der folgenden Schwerpunkte gewählt werden: Personalverwaltung und Personalführung; Organisation, Verwaltungsinformatik; Planung und Entscheidung; Staat und Wirtschaft, Haushalt und Finanzen; Verwaltung, Internationale Ordnung und Beziehungen. In diesem Kernbereich ist auch ein Verwaltungspraktikum zu absolvieren. Nach erfolgreich bestandener Abschlussprüfung wird der akademische Grad des Mag.rer.publ. verliehen.
Die Vorlesungszeit für das Sommersemester des 25. Jahrgangs des Verwaltungswissenschaftlichen Aufbaustudiums beginnt am 2. Mai 2000. Letzter Anmeldetermin für das Studienjahr 2000/2001 ist der 1. März 2000.

Ausführliches Informationsmaterial versendet das Hörersekretariat der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer, Freiherr-vom-Stein-Str. 2, 67346 Speyer (Tel.: 0 62 32 / 6 54 - 2 28). Nähere Auskünfte erteilt auch der Referent für das Aufbaustudium, Telefon 0 62 32 / 6 54 - 2 49 oder per E-mail: riffel@dhv-speyer.de; Internet: http://www.dhv-speyer.de