Pressemitteilungen
Forum „Haushaltsplanung/Budgetierung in Deutschland und
in den USA vom 29. bis 30. April 1999
Vom 29. bis 30. April 1999 veranstaltet die Deutsche Hochschule für
Verwaltungswissenschaften Speyer zusammen mit der Atlantischen Akademie
Rheinland-Pfalz e.V. ein Transatlantisches Forum über Haushaltsplanung/Budgeting
in Deutschland und in den USA. Im Mittelpunkt des Forums, welches unter
der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Klaus Lüder und Prof.
Dr. Siegfried Magiera in der Hochschule Speyer stattfindet, stehen neuere
Entwicklungen im Haushaltswesen und Haushaltsrecht. Die Fragestellungen
beziehen sich z.B. auf die Outputorientierung, Budgetierung und Flexibilisierung
des Haushaltswesens. Von besonderem Interesse ist dabei auch die potentielle
Notwendigkeit der Umstellung des öffentlichen Rechnungswesens. Es
werden ferner Erfahrungen mit den neuen Ansätzen im Rahmen von Pilotprojekten
in Deutschland und in den USA vorgestellt. Als konkrete Programminhalte
wären zu nennen: Budgetierung in Rheinland-Pfalz – eine Zwischenbilanz;
Budgeting Process and Quality Management in South Carolina; Leistungssteigerung
und Haushaltssteuerung im Wissenschaftsbereich; Budgetierung und parlamentarische
Kontrolle.
65. Geburtstag von Univ.-Prof. Dr. Dr. Klaus König,
Inhaber des Lehrstuhls für Verwaltungswissenschaft, Regierungslehre
und Öffentliches Recht an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften
Speyer
Am 21. April 1999 wird Univ.-Prof. Dr. Dr. Klaus König 65 Jahre alt.
Der Inhaber des Lehrstuhls für Verwaltungswissenschaft, Regierungslehre
und Öffentliches Recht an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften
Speyer gehört zu den renommiertesten deutschen Verwaltungswissenschaftlern.
1934 in Bad Schwarzbach (Schles.) geboren, wurde König nach seinem
Studium der Rechts- und Staatswissenschaften 1961 zum Dr. iur. und 1962
zum Dr. rer. pol. promoviert und mit Bestehen seiner Zweiten Juristischen
Staatsprüfung 1965 zum Assessor jur. ernannt.
1970 habilitierte sich König für das Fach Öffentliches
Recht und Verwaltungslehre und folgte 1971 dem Ruf als ordentlicher Professor
an die Hochschule Speyer. Dort bekleidete er sodann von 1974 bis 1976 das
Amt des Rektors. Von 1982 bis 1987 wurde König als Ministerialdirektor
in das Bundeskanzleramt berufen. Seit 1996 nun leitet er als Geschäftsführender
Direktor das Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung bei
der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer.
Professor König ist Mitglied von zahlreichen deutschen und ausländischen
wissenschaftlichen Vereinigungen, so u.a. des Internationalen Instituts
für Verwaltungswissenschaften. Ferner ist er Herausgeber und Schriftleiter
von mehreren wissenschaftlichen Zeitschriften, darunter „Verwaltungsarchiv“
und „International Review of Administrative Sciences“.
Seine Forschungsschwerpunkte sind: theoretische Ansätze in der
Verwaltungswissenschaft; Regierung und öffentliche Verwaltung im allgemeinen;
Planung und Gesetzgebung; öffentliche Aufgaben; Regierungs- und Verwaltungsorganisation;
öffentlicher Dienst; internationale Verwaltungszusammenarbeit; Transformation
der realsozialistischen Verwaltung, insbesondere Neuordnung des öffentlichen
Vermögens; Krititk öffentlicher Aufgaben; Modernisierung der
Verwaltung.
15. Speyerer Seminar für Büro- und Informationstechnologie
in der öffentlichen Verwaltung (SpeBit) (Teil A) vom 21. bis 23. April
Unter der wissenschaftlichen Leitung von Univ.-Prof. Dr. Heinrich Reinermann
veranstaltet die Deutsche Hochschule für Verwaltungswissenschaften
Speyer vom 21. bis 23. April 1999 bereits ihr fünfzehntes Speyerer
Seminar für Büro- und Informationstechnologie in der öffentlichen
Verwaltung (SpeBit).
Die gegenwärtige Entwicklungsstufe der Informationstechnik wirft
vielschichtige Fragen von großem verwaltungspolitischen Gewicht auf
und macht deshalb gerade eine Fortbildung der Verwaltungsführung in
diesem Bereich notwendig. Themen wie Verwaltungsmodernisierung, Finanzkrise
der öffentlichen Haushalte, Wissensgesellschaft oder Internet sind
als einschlägige Schlagworte zu nennen, welche die Diskussionen in
der und um die öffentliche Verwaltung prägen.
Mit SpeBit hat die Hochschule ein Fortbildungsseminar in ihrem Programm,
das diesen Bedarf decken will. Im Mittelpunkt steht die Gestaltung und
Bewertung des Technikeinsatzes sowie seiner Potentiale und Folgen durch
die Führung. Wie die derzeit erarbeiteten Strategien der Verwaltungsentwicklung
von entsprechenden Strategien der Informationssystementwicklung profitieren
können, zieht sich wie ein roter Faden durch die Veranstaltung.
Die Zielgruppe bilden Führungskräfte aus Ministerien, Inhaber
entsprechender Positionen in Parlamenten und Gerichtsbarkeit sowie die
Führungsspitze der Ober- und Mittelbehörden. Das Seminar wird
in zwei voneinander unabhängigen Teilen durchgeführt.
Im Blickpunkt des Teil A stehen die Herausforderungen der Informationsgesellschaft
für den öffentlichen Sektor. Namhafte Experten aus Wissenschaft,
Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung referieren und diskutieren
unter anderem über die Verwaltung im Informationszeitalter, Internet-
und Client/Server-Technologien, Datenschutz im Zeichen von Internet und
Multimedia, den Einfluss der elektronischen Unterschrift auf Verwaltungsverfahren,
den Informationsverbund Berlin-Bonn, Verschlüsselung und digitale
Signaturen sowie den Dialog zwischen Informatik und Anwender bei der Entwicklung
moderner Informationssysteme in der öffentlichen Verwaltung. Die Veranstaltung
bietet den Teilnehmern zudem Gelegenheit für praktische Übungen
am Computer. Abgerundet wird die Veranstaltung durch einen Abendvortrag
des Oberbürgermeisters der Stadt Speyer zum Thema „Ratsinformationssysteme“
im Historischen Trausaal der Stadt Speyer.
Fortgesetzt wird das fünfzehnte SpeBit mit Teil B, der vom 20.
bis 22. Oktober 1999 in Speyer stattfinden wird.
Forum „Erfolgreiche
Gestaltung von Modernisierungsprozessen“
vom 21. bis 23. April 1999
„Erfolgreiche Gestaltung von Modernisierungsprozessen“ - unter diesem Titel
veranstaltet die Deutsche Hochschule für Verwaltungswissenschaften
Speyer vom 21. bis 23. April 1999 ein Forum unter der wissenschaftlichen
Leitung von Univ.-Prof. Dr. Hermann Hill und Univ.-Prof. Dr. Helmut Klages.
Die Tagung stellt die dritte Veranstaltung in dieser Reihe nach 1997 und
1998 dar. Bisherige Erfahrungen im öffentlichen und im privaten Bereich
haben gezeigt, dass für eine Modernisierung verschiedene Erfolgsfaktoren
von Bedeutung sind. Dazu gehören die Bewältigung von Informations-
und Kommunikationsproblemen, die Optimierung der Geschäftsprozesse,
die Verbesserung des Leistungsangebots durch Vergleiche mit anderen Verwaltungen
oder die Herausbildung einer Lernenden Organisation. Aber auch ein wirksames
Personalmanagement, insbesondere die Gewinnung und die Einbindung von Führungskräften
in den Reformprozess, eine ausreichende Qualifizierung des Personals sowie
die Förderung und Rückgewinnung von Motivation trotz drohenden
Stellenabbaus sind ebenso Elemente einer erfolgreichen Reform wie die Gestaltung
der Veränderung insgesamt und ihre erfolgskritische Evaluation. Zu
diesen Themen werden in Referaten Dr. Raoul Blindenbacher, Eidgenössisches
Personalamt Bern, Dr. Theo Haldemann, Institut für Finanzwirtschaft
und Finanzrecht, Universität St. Gallen, sowie Dr. Gertrud Kühnlein
von der Sozialforschungsstelle Dortmund neben den wissenschaftlichen Leitern
des Forums Stellung nehmen. Aus der Praxis berichten der Vizepräsident
des Regierungspräsidiums Freiburg, Dr. Wilfried Kollnig, der Oberbürgermeister
der Stadt Horb am Neckar, Michael Theuer, Vertreter der Städte Dortmund,
Hamburg, Karlsruhe, Pforzheim und Wuppertal sowie der Landkreise Osnabrück
und Aachen über unterschiedliche Ansätze und Erfahrungen einer
erfolgreichen Gestaltung von Modernisierungsprozessen.
Forschungssymposium zu dem Thema
„Umweltauditverordnung und Deregulierung im Umweltrecht“
vom 15. bis 16. April 1999
am Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung bei der
Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer
Am 15. und 16. April 1999 veranstaltet das Forschungsinstitut für
öffentliche Verwaltung bei der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften
Speyer unter der wissenschaftlichen Leitung von Univ.-Prof. Dr. Eberhard
Bohne, M.A., und Prof. Dr. Hellmut Wagner ein Forschungssymposium zu dem
Thema „Umweltaudit und Deregulierung im Umweltrecht“. Ziel der Veranstaltung
ist es, die vorläufigen Ergebnisse eines empirischen Forschungsprojekts
zum Umweltaudit mit Vertretern aus Behörden sowie aus der Wirtschaft
und der Wissenschaft zu diskutieren. Gegenstand des Forschungsvorhabens
sind zahlreiche Deregulierungs- und Substitutionsvorschläge zum Immissionsschutz-,
Abfall- und Wasserrecht, die von den Ländern durch Erlasse oder Verwaltungsvorschriften
zum Teil verwirklicht wurden. Durch Befragung von Unternehmen, Umweltgutachtern,
Umweltbehörden und Industrie- und Handelskammern wurde untersucht,
ob diese Maßnahmen zu einer Erleichterung für die Unternehmen
führen, ohne die Einhaltung des materiellen Umweltrechts zu gefährden.
Die Ergebnisse des Forschungssymposiums sollen in den abschließenden
Forschungsbericht eingehen. Das Forschungssymposium richtet sich an Vertreter
der Umweltverwaltungen von Bund und Ländern, der Wirtschaft, an Umweltgutachter,
Industrie- und Handelskammern und Handwerkskammern, Umweltorganisationen
sowie an alle, die an der Fortentwicklung des Umweltrechts interessiert
sind.
Kompaktseminar „Finanzen und Wirtschaft
-
Reformbedarf unter dem Druck von Globalisierung und Euro“
vom 19. bis 21. April 1999
Die Forderung nach grundlegenden Reformen beherrscht seit einigen Jahren
nahezu alle Bereiche der deutschen Wirtschafts-, Finanz-, Arbeits- und
Sozialpolitik. An Vorschlägen mangelt es nicht, aber die parlamentarische
Durchsetzung stößt auf extrem enge politische Handlungsspielräume,
auf machtvolle Interessen und erstarrte Besitzstände. Durchgreifende
Steuer-, Beschäftigungs-, Tarif- und Sozialreformen sind unter diesen
Bedingungen bislang nicht gelungen. Aber auch konzeptionell liegt vieles
im Argen: Kurzfristige politische „Zwänge“ lassen längerfristigen
„echten“ Reformansätzen kaum eine Chance. Inzwischen läuft die
Zeit davon, und der durch die Globalisierung und die Europäische Währungsunion
ausgelöste verschärfte Druck auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit
bringt den „Standort D“ immer weiter ins Hintertreffen. Dies sind die Rahmenthemen
und der Hintergrund des unter der wissenschaftlichen Leitung der Universitätsprofessoren
Dr. Gisela Färber und Dr. Dieter Duwendag angebotenen Kompaktseminars
„Finanzen und Wirtschaft“. Der Seminartitel deutet an, worum es geht, nämlich
die komplizierten wirtschaftlichen Zusammenhänge und ökonomischen
Reformpolitiken in kompakter und zugleich verständlicher Form zu vermitteln
und für die Seminarteilnehmer - Führungskräfte des höheren
Dienstes in den Wirtschafts-, Finanz- und Sozialministerien der Länder
- durchschaubar zu machen. Auf dem Programm des diskussionsintensiven Seminars
stehen folgende Themen: „Neuere Ansätze für Steuerreformen“ (Prof.
Dr. Rolf Caesar); „Personalausgaben bei leeren Kassen“ (Ltd. Ministerialrat
Dr. Peter Wild); „Finanzausgleich in Deutschland und Europa“ (Prof. Dr.
Rolf Peffekoven); „Probleme der Alterssicherung in der Bundesrepublik Deutschland“
(Prof. Dr. Gisela Färber); „Bekämpfung der Arbeitslosigkeit -
alte und neue Ansätze“ (Prof. Dr. Dieter Duwendag).
Führungsseminar für die Ausbildung
und Prüfer der Vermessungsverwaltung
vom 12. bis 14. April 1999 an der
Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer
Unter der wissenschaftlichen Leitung von Universitätsprofessor Dr.
Heinrich Reinermann veranstaltet die Deutsche Hochschule für Verwaltungswissenschaften
Speyer vom 12. bis 14. April 1999 das sechste Führungsseminar für
Ausbilder und Prüfer der Vermessungsverwaltung.
In einem geschlossenen, zweiteiligen Programm werden Ausbilder und Prüfer
in der Referendarausbildung der Vermessungsverwaltungen der Länder
in Fragen die Management und Führung betreffen, an der Hochschule
fortgebildet. Die Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen der Länder
der Bundesrepublik (AdV), die der Innenministerkonferenz zugeordnet ist,
will damit geänderten Anforderungen der Praxis entsprechen.
Im nunmehr stattfindenden ersten Kursteil der Veranstaltung werden die
Themen „Verwaltungsmodernisierung in der Landesverwaltung“, „Erwachsenendidaktik,
Präsentationstechniken, Prüfungsgespräch“ sowie „Produkt-,
Leistungsbeschreibungen und Kostenkalkulation“ behandelt.
