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Sommersemester
2003 Seminar
Europäisches und internationales Wirtschaftsrecht Dienstag,
8.30 - 10.45 Uhr, Hörsaal 3
Inhalt:
Das Seminar wendet sich an Interessenten, die im Bereich ihres
europarechtlichen Schwerpunktes sowie mit Blick auf die internationalen
Beziehungen die kooperative Rolle von Staat und Wirtschaft und die
Entwicklung des Wirtschaftsrechts näher untersuchen wollen. Zu diesem
Zweck geht das Seminar zunächst von dem denkbar unspezifischen Begriff
"Wirtschaftsrecht" aus, der die Klammer für die daran anschließende
Behandlung der wirtschaftsverfassungsrechtlichen Grundlagen in Deutschland
und einiger wirtschaftsrechtlicher Teilgebiete wie z. B. des Bankrechts,
des Versicherungsaufsichts- und des Börsenrechts, des Technischen
Sicherheitsrechts und des Rechts der Freien Berufe bildet. Die dabei
feststellbare "Europäisierung" des nationalen Wirtschaftsrechts
öffnet die Perspektive zu den Gegenständen und Rechtsgrundlagen des
Europäischen Wirtschaftsrechts und zu den zu behandelnden vier
wirtschaftsrechtlichen Teilgebieten des Wettbewerbsrechts, des
Arbeitsrechts, des Bank- und Börsenrechts sowie des
Telekommunikationsrechts. Näherhin geht es in der Auseinandersetzung
hiermit um die Klärung des Verhältnisses von Staat und Wirtschaft bei
der Bewältigung einzelner Steuerungs- einschließlich
Harmonisierungsprobleme.
Der
letzte Seminarabschnitt wird sich sodann dem internationalen
Wirtschaftsrecht zuwenden. Beginnend mit einem Überlick über die
Grundlagen der internationalen Wirtschaftsverfassung, werden hier zunächst
Hauptprobleme der internationalen Handelspolitik untersucht. Daran
anschließend werden regionale Arrangements behandelt wie z. B. die NAFTA
und der Mercosur. In einem nächsten Schritt der Überlegungen wendet sich
das Seminar sodann kontinentalen Wirtschaftszonen am Beispiel Asiens zu; näher
erörtert werden die APEC sowie das ASEM. Schließlich wendet sich die
Seminarthematik den Fragen der WTO zu, wobei speziell Chinas Beitritt zur
WTO, die neue Runde der weltwirtschaftlichen Vereinbarungen sowie die
Verbesserung der existierenden WTO-Regeln in bezug auf nationale
Beihilfenregimes untersucht werden sollen. Dabei spielt auch und zugleich
mit Blick auf die "trade barriers regulation" der Konflikt
zwischen Entwicklungsstaaten und Industriestaaten eine prinzipielle Rolle.
Insbesondere geht es hierbei um das Ziel des sozialen Welthandels.
Didaktisches
Konzept, Lehr- und Lernziele:
Das Seminar führt jeweils in die spezielle Thematik mit ein oder zwei
Impulsreferaten von jeweils ca. 30 bis 40 Minuten Dauer ein. Eine
Gliederung hierzu mit einigen Literaturnachweisen wird rechtzeitig vor
Beginn des jeweiligen Seminartags ausgelegt. Zu den im Seminar präsentierten
Referaten wird eine aktiv und durch eigene Lektüre vorbereitete
Diskussion erwartet. Das Seminar bietet insoweit auch für die ausländischen
Hörer Speyers eine hervorragend geeignete Veranstaltungsoption. In einem
Reader, dessen Lektüre innerhalb von 14 Tagen nach Seminarbeginn
vorausgesetzt wird, sind Schlüsselaufsätze enthalten. Die Betreuung des
Seminars übernimmt Frau Ass. iur. Stefanie Gille, die auch schon vor
Beginn der Veranstaltung telefonisch unter 06232-654-320 zu erreichen ist
und zu Vereinbarungen bereitsteht.
Sonstige
Informationen:
Das Seminar dient insbesondere der Zusammenführung deutscher und ausländischer
Hörer an der Hochschule in einem höchst aktuellen Ausbildungssegment.
Zugleich will es die institutionalisierte Vorbereitung auf den
"Wirtschaftsanwalt" fördern. Für die Teilnehmer ist ferner
Gelegenheit geboten, sich an der Schnittstelle von Staat und Wirtschaft über
europäische und internationale Trends zu informieren.
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Stand:
31.03.2006
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