15.
– 16. September 2005
2. Speyerer Energieforum -
Strategien von Stadtwerken im liberalisierten Strommarkt
Die Liberalisierungswellen der letzten Jahre haben für
die Stadtwerke grundlegende Änderungen der Rahmenbedingungen mit sich
gebracht. Rechtliche Vorgaben wie das Energiewirtschaftsgesetz und die
geplanten Verordnungen zum Netzzugang und zum Netznutzungsentgelt sowie
die Einrichtung einer neuen Regulierungsbehörde wirken sich auf die
Strategieoptionen der Stadtwerke aus. Die Öffnung der Märkte führt zu
einem wachsenden Konkurrenzdruck, der Stadtwerke zwingt, althergebrachte
Geschäftsbeziehungen zu Kunden und Lieferanten auf
"Wettbewerbstauglichkeit" zu untersuchen. Zugleich greifen die
Regelungen zum regulierten Netzzugang und zur Entflechtung bis in die
gesellschaftsrechtliche Ausgestaltung und den organisatorischen Aufbau von
Stadtwerken ein. Organisatorische und personelle Strukturen können ebenso
einem Änderungserfordernis unterliegen wie Einstellungen und Selbstverständnis
der beteiligten Akteure, z. B. der Wandel von einem Kosten- zu einem
Gewinndenken.
Führen diese Änderungen zu einer Beschränkung der wirtschaftlichen Möglichkeiten
von Stadtwerken oder ergeben sich durch die Liberalisierung mehr Chancen
als Risiken? Welche Möglichkeiten bieten sich, eine sowohl wirtschaftlich
als auch ökologisch innovative Unternehmensstrategie zu entwickeln? Das
Forum wird im Herbst 2005 Fachleuten aus kommunalen Unternehmen,
Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und den Verwaltungen von Bund, Ländern
und Kommunen eine Diskussionsplattform bieten, um Strategien der
Stadtwerke im liberalisierten Strommarkt zu erörtern.
Darüber hinaus sollen die Auswirkungen der bisherigen regulativen
Vorgaben bewertet werden. Aufbauend darauf werden erfolgreiche Strukturänderungen
bei Stadtwerken vorgestellt, die die Möglichkeiten für eine
Neuausrichtung der Unternehmensstrategie genutzt haben. Dabei rücken
sowohl der interne Aufbau - etwa die konkrete Umsetzung der
Entflechtungsvorgaben - als auch die Beziehungen der Stadtwerke zu anderen
Marktteilnehmern in den Blickpunkt. Erfahrungen mit der aktiven Teilnahme
am Stromhandel werden den Vorzügen langfristiger Vertragsbeziehungen mit
Erzeugern gegenüber gestellt. Besonderes Augenmerk gilt der Umsetzung von
Innovationen, die zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen können. In den
Bereichen KWK, Contracting und erneuerbare Energien eröffnen sich neue
bzw. neu zu belebende Geschäftsfelder.
Ausführliches
Programm 
Materialien für die Teilnehmerinnen und
Teilnehmer
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